Donnerstag, 23. Februar 2012

Von: Redaktion

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Keywords:
Finnland | Schüleraustausch | Jukka Sakari | Deutsch-Finnische Gesellschaft |
Der Kulturaustausch zum besseren Verständins

Deutschland-Finnland Austausch

Im Rahmen des Schüleraustauschprogramms der Deutsch-Finnischen Gesellschaft e.V. kommen auch im Jahr 2012 wieder finnische Austauschschülerinnen und -schüler nach Deutschland um ihre Deutschkenntnisse zu verbessern und Land und Leute zu erleben. Sie sind in der Regel zwischen 16 und 18 Jahren alt und besuchen die 10. oder 11. Jahrgangsstufe. Mehr zum Thema erfahren wir von Jukka Sakari, von der Deutsch-Finnischen Gesellschaft.
Deutsch-Finnischer Schüleraustausch. (Bildquelle: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de)

European Circle: Wie viele Austauschschüler kommen in der Regel nach Berlin und um welche Regionen bemühen Sie sich?

Jukka Sakari: Nach Deutschland kommen zwischen achtzig und hundert Schüler. Davon kommen nach Berlin zwei bis sieben Schüler. Die meisten Austauschschüler gehen eher in den Süden also nach Bayern oder Baden-Württemberg.

European Circle: Woran liegt das?

Sakari: Im Süden haben die Schulen mehr Kapazitäten, die Schüler aufzunehmen. Dort können die Schüler auch für ein halbes oder ganzes Jahr aufgenommen werden. In Berlin geht das nur für vier Wochen.

European Circle: Welche Voraussetzungen müssen die Gasfamilien in Deutschland erfüllen, um einen Schüler bei sich aufnehmen zu dürfen?

Sakari: Die Gastfamilie sollte natürlich offen für neue Kulturen sein. Idealerweise haben sie auch ein Kind, das zwischen fünfzehn und achtzehn Jahre alt ist und die Oberstufen besucht. Was natürlich immer gut ist, wenn die Gastschwester oder der Gastbruder mit dem Kind zur Schule geht. Wir suchen nur die Familien. Diese müssen sich dann darum kümmern, dass das Gastkind eine Schule findet, an der es auch einen extra Deutschunterricht gibt.

Jukka Sakari von der Deutsch-Finnischen Gesellschaft e.V. (Foto: tv.berlin)

European Circle: Wie sind Ihre Erfahrungen mit den Schulen in Berlin?

Sakari: In der Regel sagen die Schulen immer ja. Es gibt manche Schulen, die sehr aktiv in Austauschprogrammen sind, da begrenzt sich das Ganze dann auf Spanien, England und die USA. Aber sonst klappt es normalerweise immer.

European Circle: Wenn ich ein Kind bei mir aufnehme, habe ich dann ebenfalls die Chance mein Kind nach Finnland zu schicken?

Sakari: Wir fragen immer auch die Familien des Austauschkindes, ob sie bereit sind ein Kind bei sich aufzunehmen.

European Circle: Die finnischen Austauschschüler lernen bereits Deutsch in der Schule. Wann beginnen sie damit und wie gut sind ihre Kenntnisse?

Sakari: Die Schüler lernen es zwei bis sieben Jahre lang. In der Regel sind die Sprachkenntnisse bereits sehr gut. Es gab nur wenige Fälle, in denen die Gastfamilie englisch sprechen musste. Wenn das deutsche Kind nach Finnland kommt, wird in den Gastfamilien englisch gesprochen.

European Circle: Wie sieht die Arbeit der Deutsch-Finnischen Gesellschaft aus und wie lang gibt es sie schon?

Sakari: Die Deutsch-Finnische Gesellschaft ist der älteste Länderfreundschaften Verein. Im Sommer wird er sechzig Jahre alt. Wir haben fast die größte Mitgliederzahl in Deutschland. Uns liegt am Herzen Deutschland in Finnland bekannter zu machen und natürlich auch umgekehrt Finnland nach Deutschland zu bringen.