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Roboter scannen Erdbeben-Schäden

- Die norditalienische Region Emilia-Romagna war im Mai und Juni 2012 von Erdbeben erschüttert worden. (Foto: commons.wikimedia.org/ Tizianok, CC BY-SA 3.0)
Nach EU-Angaben helfen schwebende Kamera- Roboter bei der Erfassung von Schäden in Italien, die verursacht wurden durch ein schweres Erdbeben im Frühjahr in Italien. Es handelt sich dabei um die Feststellung von Schäden der Chiesa di San Francesco d’Assisi und am Dom in Mirandola. Ein siebenköpfiges Team, zwei Bodenroboter und zwei fliegende Roboter haben mithilfe von hochauflösendem Videomaterial und 3-D-Rekonstruktionen die Schäden erfasst. Damit können der Zustand der Kirchen und die strukturellen Schäden der Gräber, Altäre und Gemälde beurteilt werden.
Projekt unter deutscher und italienischer Leitung
Mit vier Robotern erkundeten deutsche und italienische Wissenschaftler vom 24. bis 27. Juli die beiden Kirchen. Das Projekt wurde unter der Leitung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Saarbrücken und der Universität La Sapienza in Rom geführt. Die italienischen Hilfsorganisation Vigili del Fuoco, die zuständig für Katastrophenhilfe und Wiederaufbau im Land ist, hatte die Bitte nach Hilfe für Wiederaufbauarbeiten an die europäischen Experten gestellt.
Zahlreiche Erdbeben
Die Finanzierung des Projektes NIFTI läuft unter der Abteilung "Cognitive Systems & Advanced Robotics Unit" der Europäischen Union ab. Koordiniert wird das Projekt vom DFKI (Saarbrücken, Deutschland). Zudem sind das das Fraunhofer IAIS (D) und die Feuerwehr Dortmund (D) beteiligt.Die norditalienische Region Emilia-Romagna, in der sich Mirandola befindet, wurde im Mai von schweren Erdbeben getroffen. Am 20. Mai erfolgte das erste Beben, dessen Epizentrum bei Camposanto lag, hatte eine Magnitude von 6,0. Neun Tage später erfolgte das zweite Beben, dieses Mal mit einer Stärke von 5,8. Das Epizentrum war bei Medolla. Nachbeben gab es am 3. und 6. Juni.
Roboter erkunden zwei beschädigte Kirchen
Zunächst wurde die Kirche San Francesco d'Assisi untersucht, deren Dach eingestürzt war. Die Arbeit mithilfe der Roboter bestand daraus, zu bestimmen, welche Bereiche der Kirche beschädigt sind und nähere Untersuchungen unterzogen werden sollten. Die fliegenden Roboter scannen die Umgebung, die ihnen zuvor angegeben wird und erstellen automatisch dreidimensionelle Karten und Videos. Die gescannten Bilder und Videos stellen eine große Bereicherung und Hilfe für Restauratoren dar. Sie geben viel Aufschluss über die Lage der zerstörten Decken und Gewölbe.Es wurden Schäden des Mittel- und Seitenschiffs festgestelllt. Am nächsten Tag wurde auf vergleichbare Weise der Dom der Stadt untersucht, wo Schäden an der Decke und an den Bögen im westlichen Schiff dokumentiert.









