15.02.2012

Von: Redaktion

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Keywords:
Ethical Fashion Show | Fashion Week | Berlin | Magdalena Schaffrin |
Fashion goes green

Nachhaltige Modemessen

Die Fashion Week war wieder in Berlin. Es wurden neueste Kollektionen, Kreationen und Trends vorgestellt. Ein anhaltender Trend im Modebusiness ist definitiv die Grüne Mode. Zum ersten Mal gab es auf der Fashion Week nun auch eine Ethical Fashion Show. Die Designerin Magdalena Schaffrin setzt sich schon seit Jahren dafür ein, dass nachhaltige Mode salonfähig wird. Pünktlich zum Start haben wir sie über die Fashion Week befragt.

Green Mag: Wie kamen Sie zur Ethical Fashion Show?

Magdalena Schaffrin: Das ist eine längere Geschichte. 2009 habe ich gemeinsam mit Jana Keller den GREENShowroom gegründet. Im Rahmen dieses Konzeptes zeigen wir in den Räumlichkeiten des Hotels Adlon grüne und gehobene Mode. Letztes Jahr ist die Messe Frankfurt in unser Unternehmen eingestiegen. Diese hatte bereits ein Jahr zuvor die Ethical Fashion Show in Paris übernommen. Wir haben uns dann zusammen gesetzt und beschlossen, die Ethical Fashion Show und den GREENShowroom, die sich beide sehr gut ergänzen, zusammen nach Berlin zu bringen.

Green Mag: Sie haben 2006 Ihr Modestudium in Berlin abgeschlossen. Woher kam Ihr Interesse für nachhaltige Mode?

Schaffrin: Für mich gibt es eigentlich keine andere Alternative. Die Arbeitsbedingungen im Modebusiness sind zum Teil sehr schlecht und die Umwelt in den Produktionsländern leidet stark. Die Textilindustrie gehört schließlich zu den schlimmsten Umweltverschmutzern. Aus dieser Sinnfrage heraus war für mich schnell klar, dass ich in die Richtung der nachhaltigen Mode gehen möchte. So gründete ich mein Label, entwarf nachhaltige Mode und bin nun im Veranstaltungsbereich gelandet.

Green Mag: Sie sind Dozentin an der Berliner Modeschule. Was sind nachhaltige Stoffe und ökologische Produktionsweisen?

Schaffrin: Das deckt einen großen Bereich ab, den ich gerne in vier Teile gliedere. Das ist zum einen der Biobereich also organische Textilien zum anderen der Recyclingbereich der sich auf die Fasern bezieht oder auch auf die Entwicklung neuer Kollektionen durch bereits bestehende Stoffen. Hinzu kommt der soziale Bereich also Fair Trade und menschenwürdige Arbeitsbedingungen und der Bereich, der sich mit den Erhalt traditioneller Arbeitsweisen befasst.

Green Mag:  Wie sieht die Mode aus, die auf der Fashion Week gezeigt wird?

Schaffrin: Das ist ganz normale Mode. Man denkt immer, dass die grüne Mode anders aussieht als konventionelle Mode, aber das stimmt nicht. Wir haben viel Casualwear and Streetfashion oder modische Brands wie beispielsweise Studio Jux.

Green Mag:  Also durchaus Alltagsmode?

Schaffrin: Ja, die Ethical Fashion Show ist tatsächlich in der Mitte des Modemarktes positioniert. Die Labels und Brands die dorten ausstellen, haben Kollektionen, die jeder tragen kann. Diese sind auch nicht in einem übermäßig hohen Preissegment angesiedelt. Im Gegensatz zum GREENShowroom, wo wir eher in den Luxusbereich hineingehen und die High Fashion zeigen.

Green Mag:  Hat sich die grüne Mode in den letzten Jahren etabliert?

Schaffrin: Wir stehen mitten in einem wachsenden Segment. Es werden immer mehr Labels gegründet. Auf unseren Messen merken wir auch, dass es eine wachsende Nachfrage gibt. Die Messe Frankfurt, die drittgrößte Messe in Europa, hat es auf seine Strategie gesetzt. Dazu gibt es auch Studien über das Konsumverhalten, die zeigen, dass siebzig Prozent der Konsumenten darauf achten, wie ihre Produkte hergestellt werden.

 

(Bildquelle: wikimedia.commons.org/mandiberg, CC BY-SA 2.0)


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