Dienstag, 21. Februar 2012

Von: Redaktion

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IT Systemnhaus | Malzfabrik | Manfred Robens |
AfB - der neue Standpunkt in Berlin

Gemeinnütziges IT-Haus

Nachhaltig zu denken, zu leben und Konzepte zur Nachhaltigkeit umzusetzen, wird in unserer Gesellschaft immer wichtiger. Auch die Malzfabrik in Berlin setzt auf das nachhaltige Konzept in den Bereichen Ökonomie, Ökologie, Soziales und seit neuestem auch im Bereich Kunst und Kultur. Das erste gemeinnützige IT-Systemhaus Europas, die AfB, zieht jetzt hier ein. Mehr darüber erfahren wir von Manfred Robens.
Die Malzfabrik Berlin wird das erste gemeinnützige IT-Systemhaus Europas. (Bildquelle: commons.wikimedia.org/Palomar5, CC BY-SA 3.0)

Green Mag: Sie verstehen sich als Integrationsunternehmen und sind auch das erste gemeinnützige IT Haus Europas. Was kann man darunter verstehen?

Manfred Robens: Integrationsunternehmen bedeutet, dass Menschen mit und ohne Behinderung beschäftigt werden. Das entspricht im Grunde genommen den Forderungen der Inklusion, das heißt die Integration verschiedener Menschen, die zusammenarbeiten. Wir haben Hardware, Software, bieten Lösungen an und reparieren. Also im Prinzip alles, was mit IT Endgeräten zu tun hat.

Green Mag: Sie haben mehrere Standorte in Deutschland. Allerdings gibt es erst seit kurzem einen in Berlin. Warum so spät?

Robens: Man muss vielleicht dazu sagen, die AfB gibt es erst seit fünf Jahren. Wir haben in Ettlingen angefangen, haben uns dann in Baden-Württemberg erweitert und sind dann schließlich nach Nordrhein-Westfahlen, Bayern, Niedersachsen und Österreich gegangen. Berlin war nun unser nächstes Ziel. Wir denken, dass wir in der Hauptstadt auch eine ganze Menge unserer Vorstellungen verwirklichen können.

Green Mag: Sie haben bereits viele Unternehmen in Berlin, mit denen Sie zusammenarbeiten. Wer gehört da beispielsweise dazu?

Robens: Die Firma Vattenfall gehört dazu, die Berliner Stattreinigung, die Industrie- und Handelskammer und Schindler Aufzüge. Ich könnte Ihnen noch viele weiter nennen. Das sind nur einige der Unternehmen mit denen wir zusammenarbeiten und von denen wir die Geräte bekommen. Auf der anderen Seite suchen wir natürlich auch Kunden, die uns die Geräte abkaufen.

Green Mag:  Was ist Ihre Philosophie?

Robens: Die Nachhaltigkeit zeigt sich auf unterschiedlichen Ebenen. Wir sind auf ökonomischem Gebiet nachhaltig, das heißt, dass wir keinerlei Subventionen bekommen und unsere Brötchen selber verdienen müssen. Aber das Wichtigere ist die soziale Nachhaltigkeit und somit der Versuch Behinderte und Nicht-Behinderte in unserem Unternehmen gemeinsam zu beschäftigen. Wir haben ungefähr fünfzig Prozent Behinderte. Der dritte Aspekt ist die ökologische Nachhaltigkeit. Computer müssen nicht entsorgt, sondern können weiterverwendet werden.

Green Mag: Funktioniert das in einer fortschrittlichen Gesellschaft, alte Produkte zu verkaufen?

Robens: Wir haben überwiegend Businessgeräte, die in Unternehmungen eingesetzt werden und daher eine besonders hohe Leistungsfähigkeit haben. Diese werden üblicherweise nach drei oder vier Jahren ausgesondert. Ich selber habe einen acht Jahre alten Laptop, der hervorragend arbeitet.

Green Mag:  Wie viele Arbeitsplätze wurden in der Malzfabrik von Ihnen geschaffen?

Robens: Wir haben in der AfB insgesamt 160 Arbeitsplätze, die sich auf verschiedene Standorte verteilen. In Berlin kommen nun noch einmal zehn dazu. In der ersten Phase setzen sich diese aus vier Schwerbehinderten und vier Nicht-Schwerbehinderten zusammen, aber vielleicht können wir die Zahl in Zukunft noch toppen.

 

(Bildquelle: commons.wikimedia.org/Palomar5, CC BY-SA 3.0)