Donnerstag, 24. Februar 2012

Von: Redaktion

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Umwelt | Umwelthauotstadt | Marcus Noack | Nachhatigkeit |
Umwelthauptstadt.de stellt sich vor

Nachhaltigkeitsbörse

Die Internetplattform umwelthaupstadt.de bietet einen grünen Leitfaden für unser tägliches Leben, Aktionen und Wettbewerbe, die einen nachhaltigen Lebensstil vereinfachen. Die Seite hat sich seit ihrem Start zu einem deutschlandweiten Nachhaltigkeitsportal entwickelt. Über die Ideen, die dahinter stecken, sprechen wir heute mit dem Gründer Marcus Noack.
umwelthauptstadt.de vereint nachhaltige Unternehmen. (Bildquelle: commons.wikimedia.org/Kitaki test2, gemeinfrei)

Green Mag: Auf eurer Seite findet man einen grünen Leitfaden, wenn man nachhaltiger Leben möchte. Welche Tipps geben Sie?

Marcus Noack: Wie vereinen beispielsweise nachhaltige Unternehmen, die sich auf unserer Seite vorstellen. Der Verbraucher kann sich dann für einen bestimmten Bereich die Unternehmen aussuchen. Ich möchte mich gesünder ernähren, dann finde ich unter dem Bereich „Ernährung“ nachhaltige Unternehmen.

Green Mag: Welche Unternehmen finden sich auf eurer Seite und welche Ideen werden vorgestellt?

Noack: Wir schließen keine Unternehmen aus. Es stellen sich sowohl kleine Unternehmen als auch große Unternehmen vor, die weltweit tätig sind. So ist beispielsweise im Lebensmittelbereich „Dole“ auf unserer Plattform oder die „Bahn“ ist auch da. Es sind aber auch kleine Bioläden, die sich vorstellen und die Welt ein bisschen verbessern und Alternativen zu dem herkömmlichen Konsum bieten wollen.

Green Mag: Euch gibt es ja nun bereits seit über einem Jahr. Was war der Auslöser für die Gründung der Seite?

Noack: Der Aufhänger war im Prinzip das Umwelthauptstadtjahr in Hamburg. Also haben wir uns gesagt, dass finden wir spannend. Wir kommen ja auch zum Teil aus dem Marketing und haben das genutzt, um diese Plattform zu erstellen. Auch wenn wir nichts mit der Stadt Hamburg zu tun haben.Wir vereinen vier Akteure, das sind zum einen die Verbraucher, die Unternehmen, die Städte und die Parteien.

Green Mag: Es gibt ja auf eurer Seite auch eine Rubrik, auf der sich die Besucher austauschen können. Wie lautet die Stimmung bezüglich Berlin. Was kann in unserer Stadt im Nachhaltigkeitsbereich besser gemacht werden?

Noack: Es zieht sich fast durch ganz Deutschland. Die Bürger bemängeln immer die Fahrradwege, es müsste mehr geben und sie müssten besser ausgebaut sein. Oftmals erzählen uns auch die Bürger, dass es gefährlich ist in der Stadt unterwegs zu sein - in Hamburg sogar noch viel mehr als in Berlin. Auch wird häufig bemängelt, es gäbe zu wenig Grünflächen in der Stadt. Das sind dann so die Standardsachen.

Green Mag: Eure Seite eine Schnittstelle zwischen den Unternehmen und den Verbrauchern. Ist denn schon einmal was umgesetzt worden, was auf eurer Seite diskutiert wurde?

Noack: In Hamburg haben wir eine Funktion eingerichtet, wo die Bürger Vorschläge machen können. Diese reichen wir dann am Ende des Jahres an die Politik weiter und gucken was passiert.

Marcus Noack, Gründer von umwelthauptstadt.de. (Foto. tv.berlin)

Green Mag: Gibt es denn Politiker, die mit diskutieren?

Noack: Es gibt Politiker, die sich einschalten, aber es sind natürlich wenige. Da binden sich die Unternehmen deutlich mehr ein. Es gibt viele engagierte Bürger, die sich häufig zu Wort melden. Man kann also durchaus Druck ausüben. Umso mehr Leute mitmachen, umso größer ist dieser natürlich.

Green Mag: Häufig fehlt ja zum nachhaltiger Leben die Motivation. Ihr gestaltet es allerdings mit zahlreichen Wettbewerbe und Aktionen ziemlich ansprechend. Gerade veranstaltet ihr einen Modellcontest.

Noack: Genau, also unser Anspruch ist: Weil es nachhaltig mehr Spaß macht, soll sich Spaß auch als roter Faden durchziehen. Bei dem Eco Fashion Modellwettbewerb suchen wir deutschlandweit Modells, die natürlich sind, aber auch eine natürliche Lebenseinstellung haben. In Hamburg haben wir bereits eine gekürt, gemeinsam mit der Hamburger Morgenpost und mit Radio Energy. Der Wettbewerb läuft auch momentan wieder, somit sind natürlich alles dazu aufgerufen mitzumachen. Am Ende des Jahres küren wir dann das Gewinnermodell, die dann für Julia Starp - einer Hamburger Designerin - bei der Berlin Fashion Week laufen darf.

Green Mag: Habt ihr eine konkrete Zukunftsversion, was ihr mit eurer Seit noch erreichen wollt?

Noack: Wir wollen ganz klar das Nachhaltigkeitsprogramm für Deutschland werden. Wir schaffen es ja auch die Meinungsführer einzubinden und somit ist unser wichtigstes Ziel, dass wir Druck ausüben können.

Green Mag:Haben Sie noch einen persönlichen Tipp für ein nachhaltiges Leben?

Noack: Wir finden es wichtig, dass man nicht extrem wird, in dem was man macht, sondern, dass es Sinn ergibt. Daher sagen wir auch, es müssen nicht überall E-Autos rumfahren, sondern es reicht auch, wenn ich mir ein Dieselfahrzeug hole. Aber der übertriebene Konsum ist eben schlecht und davon wollen wir wegkommen und gute Alternativen aufzeigen. Grün muss sexy sein.