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Die Berliner Startup-Szene holt auf

- Berlin ist für viele Startups als Unternehemssitz die erste Wahl. (Fotoquelle: Makrodepecher/pixelio.de)
tv.berlin: José, du hast das Startup Unternehmen Ondango gegründet, ein Shop-System für Facebook worum geht es da genau?
José: Wir bieten Shopmöglichkeiten die innerhalb von Facebook funktionieren. Das heißt wenn man eine Fanpage auf Facebook hat, kann man mit unserer Technologie einen kompletten Onlineshop innerhalb von Facebook aufmachen. So können Fans Produkte kaufen, ohne Facebook verlassen zu müssen.
tv.berlin: Seit wann gibt es Ondango schon und wie ist der Start verlaufen ?
José: Letzten Oktober sind wir online gegangen und die Geschäfte haben sich sehr gut entwickelt. Insbesondere bei Musikbands haben wir viele zufriedene Kunden, die auf Facebook Merchandising verkaufen. Aber auch in der Modebranche sind wir gut aufgestellt.
tv.berlin: Sebastian, in welchem Bereich ist euer Startup TunedIn angesiedelt?
Sebastian: Wir sind im sehr spannenden Bereich des Social TV ansässig. Ein sehr neuer, sehr innovativer Bereich und ich glaube auch unter starker Beobachtung, weil noch keiner so wirklich weiß wo es da hingehen wird. Wir sind eines der ersten Startups die mit einer umfassenden Lösung in diesem Markt an den Start gegangen sind und wir haben nichts geringeres zum Ziel als das TV Erlebnis der Menschen zu revolutionieren.
tv.berlin: Was heißt eine umfassende Lösung?
Sebastian: Das heißt ein breites Feature-Set auf dem Secondscreen also auf dem Smartphone oder Tablet. Beide Geräte werden ja heute schon von vielen Menschen während des Fernsehens genutzt. Jetzt geht es darum den Menschen Hilfestellungen oder Instrumente zu geben, um ihr TV Erlebnis zu bereichern.

- Zwei erfolgreiche Startup-Unternehmer im Interview: José del Pino und Sebastian Bartz. (Fotoquelle: tv.berlin)
tv.berlin: Für so eine junge, dynamische Szene ist bestimmt auch die Kooperation untereinander von enormer Bedeutung. Da kommt auch wieder die Berlin Web Week ins Spiel, wo ihr sicherlich einige gute Kontakte habt knüpfen können?
José: Genau, die Berlin Web Week ist ja eine reihe von verschiedenen Veranstaltungen wo man verschiedene Gründer, Investoren und Produzenten treffen kann.
tv.berlin: Während der Berlin Web Week gab es ja auch so etwas wie eine Internetschnitzeljagd: ein Startupquest, was hatte es denn damit auf sich?
Sebastian Bartz: Das ist ein relativ spannendes Spiel, entwickelt von Gbanga aus der Schweiz, die haben das in Zürich soweit ich weiß auch schon mal Probe laufen lassen letztes Jahr. Dieses Jahr wurde speziell für die Berlin Web Week ein neues Startupquest kreiert wo es tatsächlich um eine wenige ausgewählte Startups in Berlin ging. Die Schnitzeljagd wurde virtuell gespielt aber mit realen Schauplätzen, so konnte man die Berliner Startup-Szene nebenbei gleich besser kennen lernen.
tv.berlin: Ihr habt ja beide eure Unternehmen in Berlin gegründet, einer Stadt voller neuer Startups, Ideen und Kreativität, ist das auch der Grund dafür, warum ihr hier gegründet habt?
José: In meinem Fall ja, Berlin ist die Hauptstadt der Startups in Deutschland und im deutschsprachigen Raum, vielleicht sogar in Europa. Ich denke, dass das einen einfach Grund hat: Berlin ist sehr günstig. Das heißt viele junge, kreative Leute kommen nach Berlin und die Kosten, die ein Startup zu gründen, sind hier deutlich geringer als zum Beispiel, in Bayern, Hamburg oder Köln
tv.berlin: Wie hat TunedIn seinen Weg nach Berlin gefunden?
Sebastian: Da muss ich sagen, da gab es überhaupt keine Diskussion. Das war für uns mit großen Abstand, der Ort der Wahl. Mein Mitgründer, lustiger Weise, ist aus New York, wir sind ja in beiden Standorten vertreten, aber was Europa angeht, war sofort klar: das wird Berlin sein!
tv.berlin: Was macht Berlin als Startup-Szene aus?
Sebastian: Ich würde sagen, dass mir die Stimmung in der Stadt sehr gut gefällt. Es ist sehr viel internationaler als noch vor wenigen Jahren. Es ist sehr jung, sehr kreativ, sehr viel Menschen die mit einer großen Schaffenskraft hier ankommen und diese dann auch über Jahre tragen, das gefällt mir einfach unheimlich gut hier.









