Seite ausdrucken Social bookmarks: Keywords:
Ein europäischer Preis für nachhaltige Energienutzung

- Der EU-Kommissar für Energie, Günther Oettinger (Foto: ec.europa.eu, Credit © European Union, 2010)
Der EU-Kommissar für Energie, Günther Oettinger, verlieh am 23. März 2010 zum vierten Mal den renommierten "Sustainable Energy Europe Award", zu deutsch den "Europäischen Preis für nachhaltige Energienutzung". Mit dem REWE Green Building war auch ein innovatives Konzept aus Deutschland unter den Nominierten. Der Europäische Preis für nachhaltige Energienutzung wird im Rahmen der Themenwoche Sustainable Energy Week 2010 (EUSEW, Woche der erneuerbaren bzw. nachhaltigen Energie), die vom 22. bis 26. März in Brüssel stattfindet, in fünf verschieden Kategorien verliehen. Das Europa der Zukunft hat sich Nachhaltigkeit und ökologische Innovation auf die Fahnen geschrieben.
Ein Woche voller neuer Ideen und Verbesserungen
Die Knappheit und Abhängigkeit Europas von fossilen Rohstoffen stellt eines der wichtigsten Probleme europäischer Politik dar. Seit 2005 soll die Kampagne „Nachhaltige Energien in Europa“ dazu beitragen, dieses Problem anzugehen. Aus dem Anstoß entstand auch die EUSEW- eine Woche der nachhaltigen Energie. Auf zahlreichen Veranstaltungen präsentiert die EU-Kommission Konzepte für die Energieversorgung von Morgen. So stehen vom 22. bis 26. März diese Themen im Mittelpunkt:
- Energieeffizienz,
- erneuerbare Energieträger,
- umweltfreundlicher Verkehr und
- alternative Brennstoffe.
Zusätzlich ruft die EU zum Mitmachen auf. Unter dem Motto „ Energy Day“ finden in ganz Europa, parallel zur EUSEW, selbstorgansierte Veranstaltungen zum Thema „grüne“ Energien statt. Deutschland beteiligt sich mit 35 Veranstaltungen, von Husum bis München, an diesem Projekt.
Europäischer Preis für nachhaltige Energienutzung
Einer der Höhepunkt der EUSEW wird die Auszeichnung von fünf Projekten sein, die durch die Verwirklichung neuer Ideen hervorgetreten sind: Die Sieger dürfen sich fortan mit dem Europäischen Preis für nachhaltige Energienutzung schmücken. Privat oder öffentlich finanzierte Vorhaben, die einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der energiepolitischen Ziele der EU leisten, konnten sich von Januar bis Dezember 2009 online bewerben. Diese wurden dann durch eine unabhängige Jury unter Berücksichtigung bestimmter Bewertungskriterien beurteilt. Den Projekte wurden diese Fragen gestellt:
- Ist die Idee originell?
- Ist sie durchführbar?
- Welche Wirkung hat sie auf die Umwelt?
und anschließend bewertet. Zudem spielten die Umsetzungsmöglichkeiten für andere europäische Organisationen eine wichtige Rolle. Letztlich wurden aus 271 Bewerbungen 31 Projekte in den folgenden fünf Kategorien nominiert:
- Gemeinschaften der nachhaltigen Energienutzung:
Die Zusammenarbeit von privaten und öffentlichen Akteuren hat zu einem Wandel im Bereich der Energieversorgung oder Energienutzung geführt. - Martkverändernde Projekte:
Projekte, die im besonderen Maße den Markt für energieeffiziente Produkte oder Dienstleistungen dauerhaft verändert haben. - Stärkung des öffentlichen Bewusstseins:
Fragen oder Produkte im Bereich der nachhaltigen Energien wurden durch Werbe-, Kommunikations- und bildungspolitische Maßnahmen stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt. - Vorzeige- und Weiterführungsprojekte:
Eine effiziente Umsetzung neuer Techniken auf die Bereiche Gebäude, Verkehr, erneuerbare Energien und Energieeffizienz. - Technik-Transfer:
Weitergabe von Fachwissen im Bereich nachhaltiger Energien an Entwicklungsländer.
REWE Green Building - ein Meilenstein

- Das CO₂-neutral betriebene Green Building eröffnete am 5. November 2009. (Foto: rewe.de)
In der Kategorie der Vorzeige- und Weiterführungsprojekte (im Original: Demonstration and dissemination projects) gehört die REWE Gruppe zu den fünf Nominierten. Aus 271 Bewerbungen insgesamt und 93 in dieser Kategorie wurde das REWE Green Building ("Grünes Gebäude") ausgewählt. Der Supermarkt wurde im November 2009 in Berlin eröffnet und schon mit einigen Auszeichnungen bedacht. Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) ehrte ihn mit dem Titel „Laden des Jahres 2010“, und als erster Supermarkt erhielt er das „Deutschen Gütesiegel in Gold für Nachhaltiges Bauen“. Grundlage dieses Erfolges bzw. der Nominierung stellt das Konzept des REWE Green Buildings dar: So wird das Pilotprojekt von REWE von Experten als Meilenstein für Nachhaltiges Bauen und Betreiben von Handelsbauten im europäischen Lebensmittel-Einzelhandel (Prof.-Ing. Alexander Rudolphi, Vorsitzender der Gesellschaft für ökologische Bautechnik) angesehen.
Neues Bauen - mit der Umwelt
Es wurden auf über 1.800 Quadratmetern die neusten ökologischen Erkenntnisse, Forschungsergebnisse und Verfahren angewandt. Das REWE Green Building verbraucht 40 Prozent weniger Energie als ein normaler REWE Supermarkt. Des Weiteren gilt er als CO2-neutral, denn das schädliche Treibhausgas wird nicht an die Umwelt abgegeben. Der Supermarkt bezieht 60 Prozent des Strombedarfs aus erneuerbaren Energien, der Rest wird aus Sonnenenergie und Geothermie gewonnen, und zwar an Ort und Stelle im Hause selber. Zusätzlich reduziert eine neuartige Dämmung aus Holz und verglasten Tiefkühltruhen den Energieverlust. Zum Kühlen werden dabei natürliche Kältemittel eingesetzt. Besonders bemerkenswert ist auch die Lichtarchitektur: Der Supermarkt wird überwiegend mit Tageslicht beleuchtet. Erst, wenn es zu dunkel wird und Helligkeitssensoren ansprechen, wird das künstliche Licht angeschaltet. Lionel Souque, Geschäftsführer der REWE Supermärkte in Deutschland, meint dazu: „ Mit dem Green Building setzt REWE gezielt ein Zeichen. Wir wollen zeigen, dass gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten Ökologie und Ökonomie keine Gegensätze sind.“. Dieses visionäre Denken brachte der REWE Group Anerkennung und die Nominierung für den Europäischen Preis für nachhaltige Energienutzung 2010 ein.
[SO]









