29.08.2009

Von: Jochen Hencke

Seite ausdrucken
Social bookmarks:
bookmark at mister wongpublish in twitterbookmark at del.icio.usbookmark at digg.combookmark at furl.netbookmark at linksilo.debookmark at reddit.combookmark at spurl.netbookmark at technorati.combookmark at google.combookmark at yahoo.combookmark at facebook.combookmark at stumbleupon.combookmark at propeller.combookmark at newsvine.combookmark at jumptags.com
Keywords:
Smartphone | Mobiltelefon | Bitkom | Datendienste | Internet | Mobiltelefonie | Mobilfunk
Mobile Datendienste

Mobiltelefone trotzen Krise

So haben sich Handys in den letzten Jahren entwickelt (Foto: Harald Wanetschka/pixelio.de)

Apples iPhone, das Blackberry von RIM oder auch das neue Nokia N97 sind nur drei aktuelle Beispiele für Mobiltelefone der so genannten "Smartphone"-Generation. Sie machen es möglich, mit dem Handy nicht nur zu telefonieren oder SMS zu schreiben, sondern auch immer und überall online zu sein, sich das nächste Restaurant oder Kino zeigen zu lassen oder auch eMails zu lesen.

Markt wächst stetig

Die Smartphones sorgen dafür, dass eine Sparte der Mobilfunkindustrie einen kräftigen Aufschwung erlebt: Mobile Datendienste. Trotz Wirtschaftskrise wächst der Markt stetig, und es kommen fast monatlich neue Mobiltelefone auf den Markt, die die mobilen Datendienste unterstützen. Der Hightech-Verband "Bitkom" geht davon aus, dass der Markt 2009 und 2010 um 10 Prozent wachsen wird.

Mobil- statt Festnetz

Mit den Smartphones ist es möglich, im Internet zu surfen (Foto: delater/pixelio.de)

„Immer mehr und immer länger nutzen die Menschen die Möglichkeiten des mobilen Internets", sagt Friedrich Joussen, Präsidiumsmitglied von Bitkom. Der Trend zeige klar, dass das mobile Internet immer bedeutender werde, sowohl in Europa als auch international. Gerade in Ländern wie Indien oder auf dem afrikanischen Kontinent "wird das mobile Internet der Schlüssel zu Wissen, Wachstum und Wohlstand". Hier werde es für den Zugang zum Internet keine Investitionen in den Aufbau einer Festnetz-Infrastruktur geben, erklärt das Präsidiumsmitglied. Das heißt also, auf Kabel legen soll verzichtet, dafür müssen Sendemasten aufgestellt werden. Wie zum Beispiel die Sahara allerdings mit Sendemasten ausgestattet werden kann, dazu äußerte sich Joussen nicht.

SMS inzwischen überholt

Vor allem mobile Business-Anwendungen für Unternehmen oder Unterhaltungsangebote spielen auf dem Markt eine bedeutende Rolle. Laut Bitkom werden die EU-Bürger für solche Anwendungen dieses Jahr rund 32 Milliarden Euro ausgeben, nächstes Jahr rechnet man schon mit 36 Milliarden. „Mobile Datendienste sind die Wachstumschance für die Telekommunikations- und Internetbranche“, so Joussen. Nach Bitkom-Berechnungen seien die Umsätze mit mobilen Internetzugängen und mobiler eMail inzwischen höher als mit SMS und MMS.

Apps als Erfolgsgarant

Für fast alles gibt es schon eine Applikation (Foto: Kigoo Images/pixelio.de)

Im Trend liegen vor allem die Zusatzprogramme, so genannte "Apps" (Applications), die dem Smartphone-Besitzer zum Beispiel standortbasierte Anwendungen, wie Straßenkarten, Kino- oder Restaurantfinder liefern. Inzwischen gibt es sogar schon ausgereifte Navigationssoftware, die ein Zusatzgerät, zum Beispiel im Auto, überflüssig macht. Einen weiteren Auftrieb bekommt der Markt aber auch durch immer günstiger werdende Note- und Netbooks und die sich stetig verbessernde UMTS-Abdeckung.

Gesundheit nicht beeinträchtigt

Eine Frage, die immer wieder aufgeworfen ist: Wie schädlich sind die Mobiltelefone - welche Strahlung geht von ihnen und den Sendemasten aus? Eine Studie des Bundesamtes für Strahlenschutz aus dem Jahr 2008 gibt Entwarnung: Es könne kein erhöhtes Krebsrisiko festgestellt werden. Auch der Schlaf oder die Gesundheit im Allgemeinen seien nicht beeinträchtigt.

Konkurrenz belebt das Geschäft

Der anhaltende Konkurrenzkampf in der Mobilfunksparte wird dem Endverbraucher immer günstigere und auch leistungsfähigere Telefone liefern. Schon heute ist das Telefonieren von unterwegs deutlich günstiger als noch vor ein paar Jahren. Der Tiefpunkt ist sicher noch nicht erreicht. Gerade was die Mobilfunkpreise angeht, gibt es vor allem in Deutschland noch viel Spielraum nach unten.

[JH]