In Spanien und Portugal kam es am Samstag zu erneuten Stürmen und sintflutartigen Regenfällen, die ein weiteres Todesopfer forderten, nur wenige Tage nach den tödlichen Überschwemmungen und den großen Schäden, die der Sturm Leonardo verursacht hatte.
Eine Person kam in Portugal ums Leben, als erneut heftige Regenfälle des Sturms Marta über die iberische Halbinsel hinwegfegten, spätestens inmitten wochenlanger Unwetter.
Nach Angaben der Behörden sei ein 46-jähriger Rettungsdienstmitarbeiter in einem Fluss bei Campo Maior im zentralen Bezirk Portalegre ertrunken. Medienberichten zufolge starb er beim Versuch, ein überschwemmtes Gebiet zu durchqueren.
Das extreme Wetter führte außerdem dazu, dass drei Gemeinden eine Präsidentschaftswahl, für die am Sonntag Wahllokale eröffnet wurden, um eine Woche verschoben haben.
Sturm Kristin tötete letzte Woche mindestens fünf Menschen, als er über Portugal fegte, und Sturm Leonardo forderte am Mittwoch ein weiteres Opfer.
Die Gefahr einer Überschwemmung durch den Fluss Tejo in der zentralen Region Santarém des Landes sei weiterhin am höchsten, teilten die Behörden mit.
Weiter südlich, in Alcácer do Sal, sei das Wasser des Flusses Sado an die Ufer zurückgegangen, fügten sie hinzu.
Teile von Alcácer do Sal standen unter Wasser, nachdem der Fluss Sado über die Ufer trat, was die Bewohner dazu zwang, die 90 Kilometer südlich von Lissabon gelegene Stadt zu verlassen.
In Spanien verursachte der Sturm Marta am Sonntag die Sperrung Dutzender Straßen, während er seinen Vormarsch nach Nordosten fortsetzte.
In Ávila starb am Samstag der Fahrer eines Schneepfluges, nachdem das Fahrzeug am Pass El Pico einen 20 Meter hohen Hang hinabstürzte.
Nach Angaben der Generaldirektion Verkehr (DGT) waren am frühen Morgen mehr als hundert Straßen gesperrt, die meisten wegen Überschwemmungen, andere wegen Schnee und Eis.
Cádiz ist mit mehreren unpassierbaren Straßen die am stärksten betroffene Provinz, gefolgt von Cordoba und Sevilla. Gleichzeitig hält ein Schneesturm Bergpässe und Straßen in Provinzen wie Granada, Asturien, Salamanca und Navarra gesperrt.
Die staatliche Wetterbehörde Spaniens (Aemet) sagte, dass die Regenfälle am Sonntag zwar nachlassen, in einigen Gebieten jedoch anhalten werden, darunter in der Straße von Gibraltar, in der Gegend um das Alborán-Meer und in den andalusischen Gebirgsketten sowie auf den Balearen, im Nordosten Kataloniens und im Kantabrischen Meer. Lokal sind heftige Schauer zu erwarten, stellenweise auch Gewitter und Hagel.