Fünf europäische Nationen und Japan sind bereit, zur Sicherung von Hormus beizutragen

Der Konflikt um die Straße von Hormus zieht zunehmend die Weltmächte in seinen Bann, da Störungen im Schiffs- und Energiefluss Bedenken hinsichtlich umfassenderer wirtschaftlicher Folgen aufkommen lassen.

Europäische Nationen und Japan haben erklärt, dass sie bereit sind, Bemühungen zur Verbesserung der Sicherheit in der Straße von Hormus zu unterstützen, da der Krieg mit dem Iran weiterhin die Schifffahrt stört, ohne dass eine konkrete militärische Rolle dargelegt wird.

In einer gemeinsamen Erklärung verurteilten Länder wie Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, die Niederlande und Japan Angriffe auf Handelsschiffe und sagten, sie seien bereit, „zu geeigneten Anstrengungen beizutragen“, um eine sichere Durchfahrt durch die Wasserstraße zu gewährleisten und die Stabilität auf den globalen Energiemärkten zu unterstützen.

In der Erklärung wurden jedoch keine Einzelheiten darüber genannt, wie sie dies tun würden oder in welchem ​​Umfang sie bereit wären, Ressourcen bereitzustellen.

Gleichzeitig zeigen Meeresdaten, dass die Meerenge nicht vollständig gesperrt wurde. Rund 90 Schiffe, darunter auch Öltanker, überquerten in den ersten beiden Märzwochen die Wasserstraße. Das liegt weit unter dem normalen Niveau, deutet aber darauf hin, dass der Verkehr weiterhin begrenzt ist.

Analysten sagen, dass die Meerenge nun selektiv betrieben wird und einige Schiffe durchgelassen werden, während andere höheren Risiken ausgesetzt sind.

Störungen und Angriffe auf See

Die Krise begann am 28. Februar, als die Vereinigten Staaten und Israel Angriffe auf den Iran starteten, was unmittelbare Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der Schifffahrtsrouten im Golf aufkommen ließ.

Innerhalb weniger Tage wurden Tanker durch Angriffe beschädigt und Reedereien begannen, Reisen zu verschieben, da die Risiken zunahmen.

Ein Hubschrauberangriff zielt im April 2024 auf ein Schiff in der Nähe der Straße von Hormus.

Ein Hubschrauberangriff zielt im April 2024 auf ein Schiff in der Nähe der Straße von Hormus.


Ein unter Malta-Flagge fahrendes Containerschiff wurde bei der Durchfahrt durch die Meerenge von einem Projektil getroffen, wodurch seine Besatzung gezwungen wurde, das Schiff zu verlassen.

Schifffahrtsdaten zeigten, dass Dutzende von Schiffen langsamer wurden oder in Golfgewässern warteten, während viele andere ihre Bewegungen verzögerten, da die Betreiber neu beurteilten, ob die Durchfahrt durch die enge Passage sicher war.

Seit Beginn des Konflikts wurden in der Region mindestens 20 Schiffe angegriffen.

Iran hat gewarnt, dass es bei anhaltenden Angriffen auf sein Territorium Schiffe angreifen könnte, die versuchen, die Meerenge zu passieren.

Selektive Kreuzungen und Energieeinfluss

Trotz der Störung kamen einige Schiffe weiterhin durch, häufig unter besonderen Bedingungen.

Schiffe mit Verbindungen zum Iran oder aus Ländern, die Beziehungen zu Teheran unterhalten, gehörten zu den Schiffen, die durchfahren konnten, während andere auf diplomatische Vereinbarungen angewiesen waren, um sicher durchzukommen.

Der Iran hat während des Konflikts weiterhin Öl exportiert. Handelsdaten deuten darauf hin, dass trotz der Verlangsamung des Transports immer noch Millionen Barrel verschifft wurden.

Die Störung hat sich auf die globalen Energiemärkte ausgewirkt: Die Ölpreise sind stark gestiegen und die Schifffahrtsgebühren sind gestiegen, da Versicherer und Betreiber die Risiken einer Fahrt durch die Meerenge einkalkulieren.

Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Energierouten der Welt und transportiert rund ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung und wichtige Flüssigerdgasexporte aus dem Golf.