Katar sagte, es habe zwei iranische Marschflugkörper abgefangen, während ein dritter einen Treibstofftanker vor seiner Küste getroffen habe. Alle 21 Besatzungsmitglieder wurden sicher evakuiert, es wurden keine Verletzungen oder Umweltschäden gemeldet.
Nach Angaben des katarischen Verteidigungsministeriums traf am frühen Mittwoch ein Marschflugkörper einen Öltanker vor der Küste Katars, nachdem der Iran drei Raketen auf das Land abgefeuert hatte.
Die Luftabwehr fing zwei der ankommenden Raketen ab, während die dritte das Schiff in den nördlichen Hoheitsgewässern Katars traf. Der als Aqua 1 identifizierte Tanker verkehrte im Auftrag von QatarEnergy.
Trotz des Streiks sei die Situation nach Angaben der Behörden schnell unter Kontrolle gebracht worden. Alle 21 Besatzungsmitglieder an Bord wurden sicher evakuiert, es wurden keine Verletzten gemeldet. Beamte bestätigten außerdem, dass es nach dem Vorfall keine Umweltschäden gegeben habe.
In einer Erklärung sagte QatarEnergy, der Angriff habe in den frühen Morgenstunden des 1. April stattgefunden und betonte, dass der Betrieb nicht beeinträchtigt worden sei.
Verteidigungsbeamte fügten hinzu, dass die Koordination mit den zuständigen Behörden eine schnelle Reaktion gewährleistete.
Der Angriff erfolgt weniger als zwei Wochen, nachdem iranische Raketen „erheblichen Schaden“ in der Industriestadt Ras Laffan, Katars wichtigstem Energiezentrum, angerichtet haben.
Katar teilt mit dem Iran die weltweit größten Erdgasreserven, was die Region für die globale Versorgung von entscheidender Bedeutung macht.
Ras Laffan ist die weltweit größte Exportanlage für Flüssigerdgas, und dort sind bereits Störungen zu spüren. QatarEnergy sagte, die früheren Streiks hätten Druck auf einen bereits volatilen Weltmarkt ausgeübt.