Gaza wurde am späten Dienstag, dem 14. April, erneut von tödlichen Angriffen heimgesucht, als nach einem israelischen Angriff im Flüchtlingslager Al-Shati Verletzte in das Al-Shifa-Krankenhaus gebracht wurden. Nach Angaben des medizinischen Personals seien bei einem Drohnenangriff in der Nähe eines provisorischen Cafés fünf Menschen getötet worden.
Der Vorfall verdeutlicht die anhaltende Gewalt trotz eines offiziell seit dem 10. Oktober 2025 geltenden Waffenstillstands. Die Zivilschutzbehörde des Gazastreifens meldete, dass am selben Tag bei einzelnen Angriffen im Norden mindestens elf Palästinenser getötet wurden, darunter ein dreijähriges Kind. Damit beläuft sich die Zahl der Todesopfer während des Waffenstillstands auf mindestens 757. Diese Zahlen wurden vom Gesundheitsministerium zitiert und von den Vereinten Nationen als weitgehend glaubwürdig angesehen.
Israel sagt, es ziele auf Militante und habe begrenzte Operationen entlang des sogenannten Militärperimeters gestartet, während die Hamas ihr wiederholte Verstöße vorwirft. Bei weiteren Streiks in Gaza-Stadt und Beit Lahia kamen nach Angaben von Rettungskräften mehrere Menschen ums Leben.
Da der Zugang zum Gebiet eingeschränkt ist, bleibt eine unabhängige Überprüfung schwierig. Hilfsorganisationen warnen vor einer Verschlechterung der Bedingungen, da beide Seiten Vorwürfe austauschen und der fragile Waffenstillstand weiter erodiert.