Geld, Liebe und Mord: Sohn des Mango-Gründers wegen angeblicher Tötung seines Vaters verhaftet

Die Festnahme erfolgt nach mehr als einem Jahr Ermittlungen zum Tod des Textilmagnaten, der zunächst als Unfall angesehen wurde, nachdem er beim Spaziergang mit seinem Sohn in den Salnitre-Höhlen im Stadtteil Collbató in Barcelona von einer Klippe gestürzt war.

Spanische Behörden haben den Sohn des Gründers des Modehändlers Mango wegen des mutmaßlichen Mordes an seinem im Dezember 2024 verstorbenen Milliardärsvater festgenommen.

Isak Andic starb während einer Wanderung auf dem Berg Montserrat in Katalonien. Dem ersten Bericht seines Sohnes Jonathan Andic zufolge stürzte er etwa 150 Meter von einer Klippe, nachdem er versehentlich auf einem der Wege ausgerutscht war.

Die Ermittlungen deuteten zunächst auf einen tragischen Bergunfall hin. Allerdings veranlassten Unstimmigkeiten in seinen Aussagen und anderen Beweisen die Ermittler, die Angelegenheit weiter zu untersuchen. Jonathan Andic fungiert als stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Modeunternehmens.

Mehrere spanische Medien haben darauf hingewiesen, dass die beiden ein angespanntes Verhältnis hatten und kurz vor dem Vorfall in einen ernsthaften Streit verwickelt waren. Es wird nun erwartet, dass Jonathan Andic in den nächsten Stunden in Martorell einem Richter vorgeführt wird.

Isak Andic wurde 1953 in Istanbul in eine sephardische jüdische Familie geboren und kam im Alter von 14 Jahren nach Katalonien. Drei Jahre später verkaufte er Kleidung und Schuhe auf Straßenmärkten und erweiterte später seine berufliche Tätigkeit durch die Eröffnung von Modegeschäften. Damit legte er den Grundstein für ein riesiges Geschäftsimperium im spanischen Textilsektor, das zusammen mit anderen spanischen Unternehmen wie Zara international wettbewerbsfähig wurde.