In Havanna, einer Stadt mit fast zwei Millionen Einwohnern, haben sich große Müllberge angesammelt, was wachsende Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Gesundheit und der sanitären Einrichtungen hervorruft. Lokale Behörden sagen, dass Treibstoffknappheit den Betrieb staatlicher Sammelfahrzeuge eingeschränkt hat, so dass Abfälle über längere Zeiträume nicht abgeholt wurden. Anwohner berichten, dass überquellende Müllhaufen sowohl in zentralen Bezirken als auch in Randbezirken zum alltäglichen Anblick geworden sind, insbesondere da die Temperaturen vor den Sommermonaten steigen.
Die Situation hat sich aufgrund allgemeiner wirtschaftlicher Schwierigkeiten verschlechtert, die zu Stromausfällen, Wasserknappheit und Transportstörungen in ganz Kuba geführt haben. Im letzten Jahr veröffentlichte kommunale Daten zeigten, dass in Havanna jeden Tag das Äquivalent von rund zwölf olympischen Schwimmbädern an festen Abfällen anfällt, während nur 57 Prozent eingesammelt wurden.
Gesundheitsbehörden warnen, dass steigende Temperaturen und saisonale Regenfälle die Ausbreitung von Insekten und Krankheiten begünstigen könnten. Als Reaktion darauf haben Gemeinschaftsinitiativen wie das Recyclingprojekt El Batazo die lokalen Aufräumarbeiten verstärkt, wiederverwertbare Materialien gesammelt und die Abfallentsorgung organisiert, um die Lebensbedingungen in den am stärksten betroffenen Vierteln zu verbessern.