Die Miete für ein 80-Quadratmeter-Haus in Spanien kostet durchschnittlich 1.131 Euro pro Monat, doch die regionalen Unterschiede sind groß: von 600 Euro in Jaen bis 1.610 Euro in San Sebastian.
Die Miete eines 80-Quadratmeter-Hauses in Spanien kostet durchschnittlich 1.131 Euro pro Monat, so die Juli-Daten des Immobilienindex von Fotocasa. Der Durchschnittspreis liegt bei 14,14 Euro pro Quadratmeter, in einem Markt, in dem die Unterschiede zwischen den Regionen nach wie vor sehr ausgeprägt sind.
Obwohl der Bericht auf einen Rückgang von 1,6 % gegenüber dem Vorjahr im Juli hinweist, warnt Fotocasa, dass die Mieten weiterhin auf historisch hohem Niveau bleiben und dass die jüngste Abkühlung immer noch nicht ausreicht, um die starken Preissteigerungen der letzten Jahre auszugleichen.
„Die Durchschnittsmiete liegt nach wie vor deutlich über der finanziellen Leistungsfähigkeit eines erheblichen Teils der Haushalte“, sagt María Matos, Forschungsleiterin und Sprecherin des Immobilienportals, die den Zugang zu Wohnraum als größte Herausforderung für den Markt ansieht.
Madrid und die Balearen über 1.500 Euro
Besonders auffällig sind die Unterschiede beim Vergleich der Autonomen Gemeinschaften Spaniens. Madrid ist die teuerste Region Spaniens: Die Miete für ein 80-Quadratmeter-Haus kostet durchschnittlich 1.542 Euro im Monat, bei 19,27 Euro pro Quadratmeter.
Knapp dahinter liegen die Balearen mit 1.526 Euro im Monat, gefolgt von Katalonien, wo ein Haus dieser Größe 1.366 Euro im Monat kostet. Es folgen das Baskenland mit 1.358 Euro und die Kanarischen Inseln mit 1.287 Euro. Insgesamt überschreiten acht Regionen mittlerweile durchschnittlich 1.000 Euro im Monat für ein 80-Quadratmeter-Haus.
Am anderen Ende der Skala liegt Extremadura, wo eine Immobilie mit diesen Eigenschaften durchschnittlich 630 Euro pro Monat kostet, weniger als die Hälfte des Preises in Madrid. Als nächstes folgt Castilla-La Mancha mit 731 Euro pro Monat.
Die Zahlen zeigen zudem deutlich unterschiedliche Trends im Vergleich zum Vorjahr. Während Madrid im Jahresvergleich einen Anstieg von 8,6 % verzeichnet, erreicht Aragón 13,3 % und Castilla-La Mancha 11,7 %. Im Gegensatz dazu verzeichnet Katalonien einen Rückgang um 16,3 % und La Rioja um 10,6 %, wie aus den von Fotocasa zusammengestellten Daten hervorgeht.
San Sebastián, die teuerste Stadt zum Mieten
Noch deutlicher wird die Kluft, wenn man sich die Provinzhauptstädte anschaut. Mit einer durchschnittlichen Miete von 1.610 Euro pro Monat für ein 80-Quadratmeter-Haus liegt San Sebastián an der Spitze der nationalen Rangliste. Die Stadt Madrid liegt mit 1.596 Euro an zweiter Stelle und Palma de Mallorca mit 1.529 Euro an dritter Stelle. Sie sind auch die einzigen drei untersuchten Hauptstädte, in denen die Miete 19 Euro pro Quadratmeter übersteigt.
Als nächstes folgt Barcelona mit 1.456 Euro pro Monat, gefolgt von Valencia mit 1.370 Euro; Bilbao auf 1.322; und Málaga auf 1.298 Euro. In den günstigsten Städten ändert sich das Bild völlig. Jaén ist die Provinzhauptstadt mit den niedrigsten Mieten, etwa 600 Euro im Monat für ein 80-Quadratmeter-Haus. Cáceres kostet durchschnittlich 663 Euro und Ávila 682.
Auch Ourense mit 689 Euro und Badajoz mit 699 Euro liegen unter 700 Euro. Das bedeutet, dass die Miete einer gleichwertigen Wohnung in San Sebastián mehr als zweieinhalb Mal so viel kostet wie in Jaén.
Die durch die Juli-Daten bereitgestellte Momentaufnahme zeigt somit einen Markt, in dem die Preise in bestimmten Gebieten zu korrigieren beginnen, die durchschnittlichen Kosten für den Zugang zu einer Mietwohnung jedoch weiterhin über 1.100 Euro pro Monat liegen, wobei es je nach Wohnort große Unterschiede gibt.