Griechenlands Touristenzahlen sind im Jahr 2026 gestiegen, aber die Besucher geben weniger aus

Das Bild für das erste Halbjahr 2026 ist positiv, da Griechenland mehr Touristen anzieht und höhere Reiseeinnahmen erzielt. Aber die durchschnittlichen Ausgaben pro Reise gingen im Halbjahr um 0,6 % und im Juni um 6,2 % zurück.

Der Tourismus nach Griechenland behielt im ersten Halbjahr 2026 seine starke Dynamik bei und verzeichnete laut den neuesten Zahlen der Bank von Griechenland einen deutlichen Anstieg sowohl bei den Ankünften als auch bei den Reiseeinnahmen.

Zwischen Januar und Juni stiegen die Reiseeinnahmen um 14,8 % auf 8,80 Mrd. Euro, während der Incoming-Reiseverkehr um 15,4 % auf 13,49 Mio. Reisende zunahm.

Infolgedessen verzeichnete die Reisebilanz einen Überschuss von 6,93 Milliarden Euro, verglichen mit 6,01 Milliarden Euro im gleichen Zeitraum des Jahres 2025.

Das Bild im Juni

Im Juni 2026 beliefen sich die Reiseeinnahmen auf 3,48 Milliarden Euro, was einem vergleichsweise bescheidenen Anstieg von 1,2 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Gleichzeitig stiegen die Ankünfte deutlich stärker um 6,9 % auf 4,92 Millionen Reisende.

Diese Abweichung lässt sich hauptsächlich durch einen Rückgang der durchschnittlichen Ausgaben pro Reise um 6,2 % erklären, was darauf hindeutet, dass der Anstieg der Besucherzahlen nicht zu einem ähnlichen Anstieg der Einnahmen führte.

Der eingehende Reiseverkehr verzeichnete im ersten Halbjahr ein starkes Wachstum, wobei die Ankünfte aus EU-27-Ländern um 19,3 % zunahmen. Besonders auffällig war die Zunahme des Verkehrs über Straßengrenzübergänge um 49,3 %, während die Ankünfte über Flughäfen um 7,3 % zunahmen.

Unter den wichtigsten Märkten stiegen die Ankünfte aus Deutschland um 10,4 %, aus Italien um 17,9 % und aus dem Vereinigten Königreich um 10,4 %.

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Reisebelege nach Herkunftsland

Auf Ebene der einzelnen Märkte zeigt das Bild der Reiseeinnahmen im ersten Halbjahr 2026 deutliche Unterschiede.

Insgesamt stiegen die Einnahmen von Einwohnern der EU-27 um 10,7 % auf 4,53 Mrd. Euro, während der Anstieg der Einnahmen aus anderen Ländern mit 19,7 % auf 3,86 Mrd. Euro sogar noch stärker ausfiel.

Innerhalb der EU erwirtschafteten die Länder des Euroraums 3,78 Milliarden Euro, ein Plus von 13,3 %, während die Einnahmen aus EU-Ländern außerhalb des Euroraums um 1,1 % zurückgingen.

Deutschland

Deutschland blieb mit Einnahmen von 1,276 Milliarden Euro im ersten Halbjahr einer der wichtigsten Märkte für den griechischen Tourismus. Allerdings war dieser Betrag um 6,3 % niedriger als im gleichen Zeitraum des Jahres 2025.

Bemerkenswert ist, dass die Ankünfte aus Deutschland um 10,4 % auf 2,04 Millionen Reisende zunahmen. Mit anderen Worten: Es besuchten mehr Deutsche Griechenland, ohne dass sich dies in höheren Gesamteinnahmen widerspiegelte.

Besonders deutlich wurde der Trend im Juni, als die Einnahmen aus Deutschland um 14,5 % auf 515,1 Mio. Euro sanken, obwohl die Eingänge um 6,0 % stiegen.

Frankreich

Auch der französische Markt entwickelte sich negativ. Die Einnahmen aus Frankreich gingen im ersten Halbjahr um 7,4 % auf 414,3 Mio. Euro zurück, während die Eingänge praktisch unverändert blieben und um 0,4 % zurückgingen.

Im Juni war der Rückgang deutlich stärker: Die Einnahmen sanken um 33,9 % auf 129,8 Mio. Euro, während die Ankünfte französischer Reisender um 18,5 % zurückgingen. Frankreich ist daher einer der Schlüsselmärkte, die in diesem Monat die Umsätze belasteten.

Italien

Am anderen Ende des Spektrums verzeichnete Italien eine besonders starke Leistung. Die Einnahmen stiegen im ersten Halbjahr um 31,1 % auf 470,0 Mio. Euro, während die Eingänge um 17,9 % zunahmen.

Der positive Trend verstärkte sich im Juni, als die Einnahmen italienischer Reisender um 34,4 % auf 248,3 Mio. Euro stiegen, wobei auch die Ankünfte einen deutlichen Anstieg von 21,8 % verzeichneten.

Damit gehört Italien zu den Märkten, die den stärksten positiven Beitrag zum Anstieg der Tourismuseinnahmen leisten.

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Vereinigtes Königreich

Das Vereinigte Königreich war auch eine wichtige Einnahmequelle aus dem Tourismus. Im ersten Halbjahr erreichten die Einnahmen 1,179 Milliarden Euro, ein Plus von 8,5 %, während die Ankünfte um 10,4 % auf 1,68 Millionen Reisende stiegen.

Im Juni zeigte sich jedoch ein ganz anderes Bild: Die Einnahmen sanken um 26,1 % auf 442,9 Mio. Euro und die Eingänge gingen um 12,0 % zurück. Trotz der positiven Gesamtentwicklung im Halbjahr kam es im Juni zu einer deutlichen Abschwächung des britischen Marktes.

Vereinigte Staaten

Der Gesamtbeitrag der Vereinigten Staaten war ebenfalls positiv. Die Einnahmen amerikanischer Reisender stiegen im ersten Halbjahr um 10,8 % und erreichten 796,9 Mio. Euro.

Diese Entwicklung ist besonders bemerkenswert, da die Ankünfte aus den USA um 5,4 % auf 656,7 Tausend Reisende zurückgingen.

Dies deutet darauf hin, dass im Gegensatz zu anderen Märkten die Gesamteinnahmen in den USA trotz des Rückgangs der Besucherzahlen stiegen.

Im Juni gingen die Einnahmen jedoch um 3,7 % auf 257,8 Mio. Euro zurück, während die Eingänge um 12,1 % zurückgingen.