Am Freitag bezifferte die nepalesische Tourismusbehörde die Zahl der Touristen, die noch immer „ohne Kommunikation“ sind, auf 622 – 471 davon waren ausländische Touristen.
Hunderte ausländische Staatsangehörige gehören zu den fast 3.000 Menschen, die nach den verheerenden Überschwemmungen Anfang dieser Woche im Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet vermisst werden.
Eine tsunamiartige Wand aus Wasser und Trümmern fegte am Mittwoch durch die Himalaya-Region, tötete mindestens 682 Menschen und löste eine gewaltige Rettungsaktion aus.
Am Freitag sagten chinesische Beamte, dass nach den tödlichen Sturzfluten noch 260 Ausländer vermisst würden, während die nepalesische Katastrophenschutzbehörde mitteilte, dass 517 Ausländer vermisst würden. Die nepalesische Tourismusbehörde bezifferte die Zahl der Touristen, die noch immer „ohne Kommunikation“ sind, auf 622 – 471 davon waren ausländische Touristen.
Zu den Zahlen des Tourismusverbandes zählten 98 Menschen aus Indien, 61 Ukrainer, 51 Malaysier, 33 Briten, 29 Letten, 25 Kanadier, neun Südkoreaner und neun Singapurer.
Den Angaben zufolge blieben auch neun Russen und acht Deutsche sowie sechs aus Südafrika, fünf aus Japan, fünf aus Neuseeland und vier aus Frankreich vermisst.
Die anderen Länder mit Personen auf der Vermisstenliste der Tourismusbehörde waren Belgien, Ungarn, die Niederlande, Irland, Kasachstan, Portugal, Italien, Weißrussland, Finnland, Israel, Litauen, die Philippinen, Serbien, die Schweiz, Schweden und Vietnam.
Das US-Außenministerium teilte am Donnerstag mit, dass auch 90 US-Bürger weiterhin vermisst seien, während die australische Regierung am Samstag bekannt gab, dass die Zahl ihrer vermissten Staatsangehörigen auf 41 gestiegen sei.
Das Nepal Tourism Board berichtete, dass zwei der drei vermissten Spanier gefunden wurden, obwohl das spanische Außenministerium sich zu der Angelegenheit nicht geäußert hat.
China hat keine Aufschlüsselung der Nationalitäten der als vermisst gemeldeten Ausländer vorgelegt.
Europa sagt Unterstützung zu
Die Europäische Union hat ihre Unterstützung für Hilfsmaßnahmen nach den Überschwemmungen zugesagt und ihr Erdbeobachtungssatellitensystem Copernicus aktiviert, um bei der Überwachung der Folgen zu helfen.
Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, sagte, die Union werde außerdem zwei Millionen Euro an humanitärer Hilfe für Nepal bereitstellen, „um den am stärksten betroffenen Familien und Gemeinden lebensrettende Hilfe zu leisten“.