Schwedens Mitte-Links-Partei hat in den vorläufigen Ergebnissen einen Vorsprung von drei Sitzen

Mit 176 Sitzen gegenüber 173 verfügt der Mitte-Links-Block nach Angaben der schwedischen Wahlbehörde bei der vorläufigen Zuteilung über eine Parlamentsmehrheit von drei Sitzen.

Schwedens Mitte-Links-Oppositionsblock, der die sozialdemokratische Führerin Magdalena Andersson als Premierministerin unterstützt, lag bei der Parlamentswahl am Sonntag mit einem Stimmenanteil von 28,1 % in den vorläufigen Ergebnissen der schwedischen Wahlbehörde an der Spitze.

Die Schwedendemokraten lagen bei der vorläufigen Auszählung mit 17,6 % der Stimmen im Vergleich zu 19,9 % der Moderaten auf dem dritten Platz hinter den Moderaten von Ministerpräsident Ulf Kristersson.

Basierend auf ersten Ergebnissen ergab die vorläufige Sitzverteilung der schwedischen Wahlbehörde, dass der Mitte-Links-Block 176 Sitze erhielt, drei mehr als die 173 des rechten Blocks im Parlament mit 349 Sitzen.

Aufgrund des knappen Vorsprungs ist das Rennen ausgeglichen und könnte die Verhandlungen über die nächste Regierung erschweren.

Obwohl die Sozialdemokraten Schwedens größte Partei blieben und die nächste Regierung anführen könnten, wäre ihr Anteil von rund 28 % eines ihrer schwächsten Ergebnisse seit mehr als einem Jahrhundert, verglichen mit 30,3 % im Jahr 2022.

Kristersson strebt eine weitere Amtszeit an, nachdem er eine Minderheitsregierung geführt hat, die sich aus seiner Mitte-Rechts-Moderaten Partei, den Christdemokraten und den Liberalen zusammensetzt. Die Koalition ist auf die Unterstützung der Schwedendemokraten angewiesen, die zunehmend an Einfluss in der schwedischen Politik gewonnen haben.

Ein Sieg des Rechtsblocks würde die rechtsextremen Schwedendemokraten zum ersten Mal in die Regierung bringen, wenn Kristersson seiner Bereitschaft nachkommt, sie offiziell in eine neue Koalition aufzunehmen.

Ein solches Ergebnis wäre ein historischer Durchbruch für die Partei und würde ihr direkten Zugang zur Regierung ermöglichen, nachdem sie Kristerssons Koalition vier Jahre lang von außen unterstützt hatte.

Die vorläufigen Ergebnisse deuten jedoch darauf hin, dass die Rechte Schwierigkeiten haben könnte, die Macht zu behalten, während ein Sieg der Mitte-Links-Partei Andersson immer noch vor möglicherweise schwierigen Koalitionsverhandlungen stünde.

In dem nordischen Land mit rund 10,6 Millionen Einwohnern sind rund acht Millionen Menschen wahlberechtigt. Mehr als die Hälfte hat ihre Stimme bereits im Voraus abgegeben, was die traditionell hohe Wahlbeteiligung Schwedens widerspiegelt.

Offizielle Ergebnisse werden innerhalb einer Woche erwartet.