Die Anlage wird fortschrittliche Kabelmanagementsysteme produzieren, die Katars Industrie ankurbeln, Arbeitsplätze schaffen und Golfexporte unterstützen.
Katars Industrielandschaft wird nach einer neuen Partnerschaft zwischen der Aamal Company QPSC, einem der führenden diversifizierten Unternehmen des Landes, und der deutschen Niedax Group, einem weltweit führenden Anbieter von Kabelmanagementsystemen, wachsen.
Die beiden Unternehmen unterzeichneten eine Absichtserklärung zur Errichtung einer hochmodernen Anlage in Katar, in der fortschrittliche Kabelmanagementprodukte aus GFK und Stahl hergestellt werden sollen.
Ziel des Joint Ventures ist es, sowohl den katarischen Markt als auch die weitere Golfregion zu bedienen und die Entwicklung der Infrastruktur und das industrielle Wachstum zu unterstützen.
An der Unterzeichnungszeremonie nahmen Dr. Ahmad Al-Sayed, Katars Staatsminister für Außenhandelsangelegenheiten, und Katherina Reiche, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Deutschlands, teil.
Stärkung der bilateralen Beziehungen
Dr. Ahmad Al-Sayed hob die langjährige Rolle Deutschlands als einer der wichtigsten Wirtschaftspartner Katars in Europa hervor.
„Wir haben die Tiefe und Widerstandsfähigkeit dieser Partnerschaft sehr geschätzt. Unser heutiges Treffen ist eine Gelegenheit, unser Engagement für den Ausbau des bilateralen Handels und die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen unseren Privatsektoren zu bekräftigen“, sagte Dr. Al-Sayed gegenüber The European Circle.
Er fügte hinzu, dass die Partnerschaft darauf abzielt, die Einrichtung einer Produktionslinie für glasfaserverstärkte Polymere in Katar zu untersuchen und zu zeigen, wie die Zusammenarbeit des Privatsektors zu greifbaren strategischen Ergebnissen führen kann.
Arbeitsplätze und regionale Exporte
Das Projekt werde voraussichtlich rund 200 Arbeitsplätze vor Ort schaffen, sobald die Produktion hochgefahren sei, wobei die Ergebnisse auch für den Export in andere Golfstaaten vorgesehen seien, betonte Katherina Reiche die regionale Bedeutung der Partnerschaft.
Sie fügte hinzu, dass Katar mit Beteiligungen an großen Unternehmen wie Volkswagen, Borger, Papa Gloyd Siemens und RWE zu den größten ausländischen Investoren in Deutschland gehöre, und wies darauf hin, dass es sich dabei um Investitionen handele, „die mit einer strategischen langfristigen Perspektive und einem klaren Bekenntnis zu Innovation und Wettbewerbsfähigkeit getätigt werden“.
Unternehmensperspektiven
Für die deutsche Niedax-Gruppe, die 1920 gegründet wurde und in über 30 Ländern tätig ist, bietet die Partnerschaft eine Gelegenheit, ihr globales Know-how in die Golfregion einzubringen.
„Unsere Lösungen unterstützen große Infrastruktur-, Industrie-, Automobil-, Energie-, Schifffahrts- und Rechenzentrumsprojekte weltweit“, sagte Geschäftsführer Adrian Löwiner.
Scheich Mohamed bin Faisal Al Thani, stellvertretender Vorsitzender und Geschäftsführer der Aamal Company, bezeichnete die Zusammenarbeit als einen wichtigen Meilenstein bei der Steigerung der industriellen Fähigkeiten Katars und der Unterstützung der wirtschaftlichen Diversifizierung des Landes.
Laut Nizar Maarouf, Verbindungsdirektor des Mittelstand-GCC-Büros in Doha, spiegelt die Vereinbarung die wachsende strategische Zusammenarbeit zwischen deutschen und katarischen Unternehmen wider und trägt dazu bei, industrielle Innovationen voranzutreiben und langfristigen wirtschaftlichen Wert zu schaffen.
Diese Initiative steht im Einklang mit Katars anhaltendem Bestreben, fortschrittliche Fertigung zu entwickeln, ausländische Investitionen anzuziehen und nachhaltiges Wirtschaftswachstum zu fördern.
Aamal ist eines der am stärksten diversifizierten Konglomerate in der Golfregion, seit Dezember 2007 an der Börse von Katar notiert und verfügt über eine Marktkapitalisierung von 5 Milliarden QAR (1,4 Milliarden US-Dollar) im November 2025.
Die Geschäftstätigkeit umfasst 32 Geschäftseinheiten in den Bereichen Industrie, Einzelhandel, Immobilien, Managed Services, medizinische Geräte und Pharmazie.