Australien: Brand in einer Raffinerie gibt Anlass zur Sorge um die Treibstoffversorgung angesichts des Iran-Kriegs Ein Brand in der Geelong-Raffinerie von Viva Energy, die 10 % des australischen Treibstoffs liefert, löst Versorgungsängste aus, da der Iran-Krieg die globalen Preise hoch hält. 16.04.2026

Am späten Mittwoch brach in der Viva Energy-Raffinerie in Geelong ein Feuer aus, das in einem angespannten globalen Energieklima Anlass zur Besorgnis über die Kraftstoffversorgung gab. Der Standort liegt etwa 75 Kilometer südwestlich von Melbourne und liefert etwa 10 % des australischen Benzins, Diesels und Kerosins in die östlichen Bundesstaaten.

Die Raffinerie verarbeitet täglich etwa 120.000 Barrel Rohöl, hauptsächlich aus der Bass Strait und Importe, und beliefert Victoria, Tasmanien und Teile von New South Wales mit Treibstoff. Durch den Vorfall wurde die Hauptbenzinanlage unterbrochen, was zu Evakuierungen und einem Notfalleinsatz unter Einbeziehung von Feuerwehrleuten und Gefahrengutspezialisten führte.

Das Feuer wurde in der Benzinproduktionseinheit oder Mogasanlage eingedämmt, wo es durch ein Kohlenwasserstoffleck verursacht wurde. Die Behörden bestätigten, dass es keine Verletzten und keine Hinweise auf eine verdächtige Ursache gab.

Der Vorfall ereignet sich, da Australien mit steigenden Treibstoffversorgungsrisiken im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg und steigenden Weltpreisen konfrontiert ist. Premierminister Anthony Albanese hat vor einer längeren „langer Schwanz” der Störung, wobei die Regierung Ampol und Viva Energy dabei unterstützt, die Versorgung auf dem Spotmarkt zu höheren Kosten sicherzustellen.

Energieminister Chris Bowen erklärte am Donnerstag, dass die Benzinproduktion mit Unterbrechungen zu kämpfen habe, während die Diesel- und Kerosinproduktion weiterhin auf reduziertem Niveau sei.