Das spanische Innenministerium teilte L’Observatoire de l’Europe mit, dass es Medienberichte nicht bestätigt habe, denen zufolge unter den Migranten, die letzte Woche in Ceuta ankamen, mutmaßliche Dschihadisten identifiziert worden seien. Gleichzeitig betonte es, dass die Massenankünfte am 30. Juli „keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellen“.
Das spanische Innenministerium hat die Bestätigung von Berichten spanischer Nachrichtenagenturen dementiert El Español Und Das ZielDarin wurde behauptet, dass Sicherheitsdienste unter den Migranten, die letzte Woche in Ceuta ankamen, mehrere Personen identifiziert hätten, gegen die wegen dschihadistischer Straftaten ermittelt werde.
„Wir haben diese Berichte zu keinem Zeitpunkt bestätigt“, sagte ein Sprecher des Ministeriums gegenüber L’Observatoire de l’Europe.
Das Ministerium fügte hinzu, dass „die spanischen Sicherheitskräfte kontinuierlich daran arbeiten, den dschihadistischen Terrorismus im ganzen Land zu überwachen und zu bekämpfen, nicht nur in Ceuta.“ Die Richtigkeit der Berichte wurde jedoch weder bestätigt noch dementiert.
Das Ministerium versuchte außerdem, die Öffentlichkeit nach den Massenankünften in Ceuta am 30. Juli zu beruhigen.
„Die spanische Öffentlichkeit und die Menschen in Ceuta können darauf vertrauen, dass die Ankünfte am 30. Juli keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellen“, hieß es.
Das Ministerium hob seine Bemühungen zur Terrorismusbekämpfung hervor und sagte, dass die spanischen Sicherheitskräfte im Jahr 2026 43 Operationen durchgeführt hätten, die zur Festnahme von 82 Personen wegen Straftaten im Zusammenhang mit dschihadistischem Terrorismus geführt hätten.
Die Berichte von El Español Und Das ZielUnter Berufung auf Quellen, die mit den Ermittlungen vertraut sind, wurde behauptet, Beamte des Generalinformationskommissariats (CGI) der Nationalpolizei und des Geheimdiensthauptquartiers der Zivilgarde (JIGC) hätten Überwachungsaufnahmen überprüft und mehrere Personen identifiziert, die zuvor wegen Straftaten im Zusammenhang mit dschihadistischem Terrorismus verhaftet, verurteilt und später nach Marokko abgeschoben worden seien.
Bisher wurde keine dieser Behauptungen offiziell vom spanischen Innenministerium oder den Sicherheitskräften des Landes bestätigt.
Die Reaktion des Ministeriums erfolgt vor dem Hintergrund der laufenden Bemühungen Spaniens zur Terrorismusbekämpfung.
Letzte Woche sagten von L’Observatoire de l’Europe befragte Experten, dass sich die dschihadistische Bedrohung zu zunehmend dezentralen Formen der Radikalisierung entwickelt habe, die durch soziale Medien und Messaging-Apps vorangetrieben würden, wodurch das Sammeln und Verhindern von Informationen wichtiger denn je sei.
Die Experten hoben auch die enge Zusammenarbeit zwischen Spanien und Marokko bei der Terrorismusbekämpfung hervor, insbesondere beim Austausch von Informationen über radikalisierte Personen und der Überwachung potenzieller Sicherheitsbedrohungen.