Die Mongolei ist Gastgeber des UN-Gipfels zur Wüstenbildung, da sich die Dürrekrise verschärft. Die Mongolei ist vom 17. bis 28. August Gastgeber der COP17 des UN-Übereinkommens zur Bekämpfung der Wüstenbildung in Ulaanbaatar, bei der Vertreter aus 196 Ländern und der Europäischen Union zusammenkommen, um Landdegradation, Dürre und Wüstenbildung zu bekämpfen. 21.08.2026

Unter dem Motto „Land wiederherstellen, Hoffnung wiederherstellen“ konzentriert sich die UNCCD COP17 in Ulaanbaatar auf die Wiederherstellung geschädigter Ökosysteme, die Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegenüber Dürren und die Sicherstellung von Finanzmitteln für die am stärksten von der Wüstenbildung betroffenen Länder.

Die Gespräche finden zu einer Zeit statt, in der die Landdegradation die Nahrungsmittelproduktion, die Wasserversorgung und die Lebensgrundlagen bedroht, während die Trockengebiete der Mongolei einem wachsenden Druck durch Dürre, Überweidung und Wüstenbildung ausgesetzt sind. Bei der Eröffnung am 17. August warnten Redner, dass bestehende Wiederherstellungszusagen nicht schnell genug in die Tat umgesetzt würden, was Finanzierung und messbare Projekte zu einem wichtigen Test für den Gipfel mache.

Bei der Eröffnungszeremonie wurden auch mongolische Traditionen hervorgehoben. Ein 11-minütiges Kulturprogramm beinhaltete einen zeremoniellen Tanz, das traditionelle lange Lied Erkhem Tör Und khoomeieine besondere Form des mongolischen Kehlkopfgesangs. Mit dem Grand Theatre of National Art verbundene Künstler präsentierten außerdem u. a Khadagein traditioneller blauer Zeremonienschal, der Willkommen und Respekt symbolisiert.

Am 20. August protestierten rund 50 indigene Vertreter und Aktivisten der Zivilgesellschaft in Ulaanbaatar und forderten eine stärkere Anerkennung der Rechte indigener Völker und eine sinnvollere Rolle bei den Verhandlungen über Landdegradation, Dürre und Wüstenbildung. Sie forderten die Regierungen auf, sicherzustellen, dass indigene Völker, Hirten, lokale Gemeinschaften, Frauen und junge Menschen Einfluss auf den formellen Prozess nehmen können, anstatt sich weitgehend auf Nebenveranstaltungen zu beschränken.

Die Demonstranten forderten außerdem eine stärkere Anerkennung des traditionellen Wissens und der Rechte von Gemeinschaften, deren Lebensunterhalt direkt von Land und Weideflächen abhängt. Sie argumentierten, dass ein engagierter Ausschuss für indigene Völker und traditionelle Gemeinschaften nur begrenzten Wert hätte, wenn er keinen nennenswerten Einfluss auf formelle Entscheidungen hätte.

COP17 bringt Vertreter aus 196 Ländern und der Europäischen Union zusammen und läuft bis zum 28. August.