Die Urlaubsausgaben steigen in ganz Europa: Welche Städte verzeichneten den größten Anstieg?

Die Ausgaben auf europäischen Urlaubsmärkten sind seit 2022 um durchschnittlich 15 % pro Jahr gestiegen. Visa geht davon aus, dass sich dieser Aufwärtstrend bis zum Ende der Urlaubssaison 2025 fortsetzt.

Mit festlicher Dekoration und buntem Schmuck, Holzhütten und dem Duft von Glühwein ziehen Europas Weihnachtsmärkte jeden Winter Millionen von Besuchern an.

Die Leute kommen hierher, um die Atmosphäre zu genießen, Freunde zu treffen und Geld für Essen, Getränke und Geschenke auszugeben. Einige Besucher werden von Attraktionen mit hohem Adrenalinspiegel angezogen, beispielsweise von riesigen Riesenrädern oder der aufregenden Starflyer-Fahrt.

Für viele Städte geht es bei Weihnachtsmärkten nicht nur um Tradition, sondern auch um wachsende Besucherausgaben und Tourismus, die zur Ankurbelung der lokalen Wirtschaft beitragen.

Laut der neuesten Analyse von Visa sind die Besucherausgaben in 20 europäischen Urlaubsmärkten seit 2022 um durchschnittlich 15 % pro Jahr gestiegen. Konkret bedeutet das: Wenn Besucher im Jahr 2022 100 Euro ausgaben, stieg dieser Betrag auf etwa 115 Euro im Jahr 2023 und 133 Euro im Jahr 2024.

Auch die Ausgaben im Jahr 2025 sind im Vergleich zur Zeit vor der Weihnachtszeit gestiegen. Laut Visa wird dieser Aufwärtstrend voraussichtlich bis zum Ende der Weihnachtszeit 2025 anhalten.

Wenn das durchschnittliche jährliche Wachstum von 15 % anhält, würden sich die im Jahr 2022 ausgegebenen 100 Euro im Jahr 2025 auf etwa 152 Euro belaufen. Dies entspricht einer Gesamtsteigerung von 52 % über drei Jahre.

Welche europäischen Städte verzeichneten also den größten Anstieg der Ausgaben für den Urlaubsmarkt?

Den höchsten Zuwachs verzeichneten Frankfurt und Köln

Laut Visa verzeichneten zwei deutsche Städte, Frankfurt und Köln, mit 45 % bzw. 35 % das höchste durchschnittliche Wachstum der Wintermarktausgaben.

In der Praxis ausgedrückt: Wenn Besucher im Jahr 2022 in Frankfurt 100 Euro ausgaben, stieg dieser Betrag auf 145 Euro im Jahr 2023 und erreichte 210 Euro im Jahr 2024. Diese Zahlen spiegeln das durchschnittliche jährliche Wachstum (CAGR) der Ausgaben über diesen Zeitraum wider.

Straßburg (30 %) und Krakau (25 %) folgten ihnen. Auch München, Budapest und Kopenhagen verzeichneten starke Zuwächse mit jeweils 20 % Zuwachs.

Lille (15 %), Nürnberg (15 %) und Basel (10 %) komplettierten die Top 10 für das durchschnittliche Ausgabenwachstum auf Weihnachtsmärkten.

„Unsere Daten zeigen, dass diese Ereignisse zunehmend zu erheblichen grenzüberschreitenden Ausgaben führen und lokale Unternehmen in einer kritischen Zeit unterstützen“, sagte Claudio di Nella, Leiter von Visa Consulting and Analytics Europe, gegenüber The European Circle.

Visa geht davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzt

Er wies darauf hin, dass digitale Zahlungen eine Schlüsselrolle für diesen Erfolg spielen und Besuchern eine sichere und bequeme Möglichkeit zum Einkaufen bieten, egal ob sie einen Markt gleich um die Ecke besuchen oder einen Ausflug in die Ferne unternehmen.

„Da Verbraucher überall auf der Suche nach authentischen, unvergesslichen Erlebnissen sind, verzeichnen die Märkte in ganz Europa ein Rekord-Engagement, und wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend in diesem Jahr und darüber hinaus fortsetzt.“ Claudio di Nella fügte hinzu.

In Bezug auf das Transaktionsvolumen stellte Visa fest, dass Prag, Krakau und Budapest zu den beliebtesten Weihnachtsmärkten gehörten und im November und Dezember täglich Zehntausende Besucher anzogen.

Bei den internationalen Besuchern verzeichnete Straßburg mit knapp über 45 % den stärksten Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr, gefolgt von Lille mit fast 40 % und Frankfurt mit knapp 35 %.

Welche Städte sind enthalten?

Die Analyse von Visa umfasst 20 Städte aus 14 Ländern. Die analysierten Festmärkte waren Basel, Bratislava, Brügge, Brüssel, Budapest, Köln, Kopenhagen, Edinburgh, Göteborg, Frankfurt, Krakau, Lille, München, Nürnberg, Prag, Riga, Stockholm, Straßburg, Tallinn und Wien.

Die Zahl der saisonalen Stellenausschreibungen nimmt vor Weihnachten zu

Feiertagsmärkte schaffen auch saisonale Beschäftigungsmöglichkeiten, da die Zahl der Beschäftigten während der Feiertage stark ansteigt.

Laut der Einstellungsplattform Indeed erreichten die Suchanfragen nach Weihnachtsmarkt- und Saisonstellen im Vereinigten Königreich Anfang Oktober 2025 ihren höchsten Stand, den stärksten seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2018.

Saisonale Stellenausschreibungen machen in der Regel weniger als 0,3 % aller Stellenausschreibungen auf Indeed im Vereinigten Königreich aus. Allerdings steigt dieser Anteil im Vorfeld von Weihnachtsmärkten oft auf über 1 %.

In vielen europäischen Ländern nehmen auch die Beschäftigungsmöglichkeiten zu Weihnachten während der Feiertage deutlich zu.