Katar sicherte sich mit einem Unentschieden gegen die Schweiz seinen ersten WM-Punkt überhaupt und löste damit im eigenen Land und in der gesamten arabischen Welt Jubel aus.
Katar feierte bis spät in die Nacht, nachdem es dank eines dramatischen Ausgleichs in der Nachspielzeit gegen die Schweiz in San Francisco den ersten WM-Punkt in der Geschichte des Landes geholt hatte.
Miro Muheim köpfte in der 94. Minute unter dem Druck von Boualem Khoukhi aus Katar versehentlich ins eigene Tor und rettete damit einen Punkt für „Al-Annabi“ (The Maroons), die über weite Strecken des Spiels dem anhaltenden Schweizer Druck standhielten.
Dank geht auch an Torhüter Mahmoud Abunada, der mit einer Reihe entscheidender Paraden dafür sorgte, dass Katar im Wettbewerb bleibt. Für seine Leistung wurde er zum Mann des Spiels gekürt.
Beim Schlusspfiff fiel Abunada erschöpft auf das Spielfeld, bevor er sich mit seinen Teamkollegen, Manager Julen Lopetegui und dem Trainerstab zusammenschloss, um ein historisches Ergebnis zu feiern.
„Ich war heute sehr stolz … auf unsere Mentalität, die Disziplin, die sie heute gezeigt haben“, sagte Lopetegui. „Wir brauchten unseren Plan, den wir erfüllen mussten. Wir hatten manchmal ein bisschen Glück, aber man muss daran glauben und diesen Glauben und das bisschen Glück im Leben und im Fußball haben wollen.“
Feierlichkeiten in ganz Katar und der arabischen Welt
Der späte Ausgleich löste unter den katarischen Fans im Stadion Jubelszenen aus, während sich die Feierlichkeiten in ganz Katar und der gesamten arabischen Welt verbreiteten.
„Herzlichen Glückwunsch an unsere Brüder in Katar, ein wohlverdientes Fest für alle Araber, vom Atlantik bis zum Golf. Al-Anabi hat bis zum allerletzten Moment gekämpft und sich mit dem Geist der Champions einen wertvollen Punkt gesichert“, heißt es in einer auf X geposteten Nachricht aus Saudi-Arabien.
Gruppe B weit offen
Das Ergebnis bedeutet, dass alle vier Teams der Gruppe B einen Punkt punktgleich sind, nachdem Kanada und Bosnien und Herzegowina am Freitag ebenfalls in Toronto unentschieden spielten.
Da noch alles offen ist, bleibt das Rennen um die K.-o.-Runde der Weltmeisterschaft bis zur zweiten Runde der Gruppenspiele offen.