Nazym Kyzaibay erzählt von ihrem Aufstieg von einer jungen Boxerin zur ersten dreifachen Boxweltmeisterin Zentralasiens und olympischen Bronzemedaillengewinnerin.
Nazym Kyzaibay ist eine der führenden Sportlerinnen Zentralasiens und eine Pionierfigur im Frauenboxen in Kasachstan.
Sie ist dreifache Weltmeisterin und Bronzemedaillengewinnerin der Olympischen Spiele 2024 in Paris. Im Jahr 2026 tritt sie weiterhin international an und hat bereits eine Weltcup-Etappe in China gewonnen.
Doch ihre Reise begann zu einer Zeit, als das Frauenboxen in Kasachstan gerade erst zu wachsen begann.
Sie begann ihre sportliche Karriere mit Rhythmischer Sportgymnastik, doch 2008 entschied sich Kyzaibay stattdessen für das Boxen. Als eine der ersten Boxerinnen ihrer Generation, die es in die Nationalmannschaft schaffte, gehörte sie zu einer Gruppe von Sportlern, die dazu beitrugen, den Grundstein für das Frauenboxen in Kasachstan zu legen.
„Mein erster Wettkampf war die Kasachstan-Meisterschaft in Almaty. Ich habe dort vier Kämpfe bestritten und zum ersten Mal den nationalen Titel gewonnen“, sagte Nazym Kyzaibay.
Nachdem sie ihren ersten nationalen Titel gewonnen hatte, begann Kyzaibay, international an Wettkämpfen teilzunehmen.
„Meine erste Weltmeisterschaft war in der Juniorenkategorie. Ich war bereits Teil der Frauen-Nationalmannschaft, aber ich war noch sehr jung“, fügte sie hinzu.
„2011 fand die Meisterschaft in der Türkei statt, wo ich Bronze gewann. 2012 trat ich dann in der Seniorenkategorie in China an und gewann eine weitere Bronzemedaille.“
Ihr erster Durchbruch gelang ihr 2014. Bei den Weltmeisterschaften im südkoreanischen Jeju gewann Kyzaibay eine Goldmedaille und war damit die erste kasachische Frau, die einen Weltmeistertitel im Boxen gewann. Zwei Jahre später gewann sie bei der Weltmeisterschaft in Astana erneut den Titel.
2024 gab sie in Paris ihr Olympiadebüt. Sie erreichte das Halbfinale, wo sie gegen die Chinesin Wu Yu verlor. Nazym Kyzaibay holte Bronze und markierte damit einen historischen Erfolg für das Frauenboxen in Zentralasien.
Ihre Olympiamedaille war nicht das Ende ihrer Karriere.
Im Jahr 2025 kehrte Kyzaibay an die Spitze des Weltboxens zurück. Bei der Weltmeisterschaft in Serbien gewann sie ihren dritten Weltmeistertitel.
Blick über den Ring hinaus
Nazym Kyzaibay hat noch nicht vor, den Wettkampfboxsport zu verlassen. Ihr Hauptziel ist nach wie vor Olympiagold.
„Kasachstan hat noch keine olympische Goldmedaille im Frauenboxen oder eine Goldmedaille bei den Asienspielen. Gold zu gewinnen ist der Traum von uns allen in der Nationalmannschaft“, sagte sie.
Sie denkt auch darüber nach, was nach ihrer Boxkarriere kommt. Sie sagt, sie würde gerne Trainerin werden.
„Ich habe so viele Jahre im Boxen verbracht und viel Erfahrung gesammelt. Ich möchte diese mit anderen Athleten, insbesondere jungen Boxern, teilen und dabei helfen, neue Champions hervorzubringen.“