Nach Angaben der Pariser Staatsanwaltschaft wurden vier weitere Verdächtige wegen Juwelenraubs im Louvre festgenommen

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft wurden im Zusammenhang mit dem Diebstahl im Louvre im vergangenen Monat zwei Männer und zwei Frauen aus der Region Paris in Gewahrsam genommen.

Vier weitere Personen seien im Zusammenhang mit dem dreisten Juwelenraub im Louvre im vergangenen Monat festgenommen worden, teilte die Pariser Staatsanwaltschaft am Dienstag mit.

Die beiden inhaftierten Männer und zwei Frauen seien aus der Region Paris und seien zwischen 31 und 40 Jahre alt, sagte die Staatsanwältin Laure Beccuau, deren Büro die Ermittlungen leitet.

Welche Rolle ihnen beim Diebstahl des Pariser Wahrzeichens und weltberühmten Museums am 19. Oktober zugeschrieben wird, machte das Büro nicht.

Laut der Zeitung Le Parisien gehörte einer der festgenommenen Männer zu dem vierköpfigen Team, von dem angenommen wird, dass es den gewagten Raubüberfall verübt hat.

Zuvor hatten die Ermittlungsrichter Anklage gegen drei Männer und eine Frau erhoben, die im Oktober wegen ihrer mutmaßlichen Beteiligung an dem Raubüberfall festgenommen worden waren.

Am Tag des Überfalls brauchten Diebe weniger als acht Minuten, um mit Hilfe eines Korblifts durch ein Fenster in die Apollo-Galerie des Louvre einzudringen und den Juwelenschatz im Wert von 88 Millionen Euro zu stehlen.

Die Beute umfasste ein Saphirdiadem, eine Halskette und einen Ohrring aus einem Set, das mit den Königinnen Marie-Amélie und Hortense aus dem 19. Jahrhundert in Verbindung gebracht wurde. Von der Beute wurde keine geborgen.

Der Diebstahl von jahrhundertealten Juwelen von erheblichem kulturellen und finanziellen Wert bei Tag hat aufgrund seiner Kühnheit und filmähnlichen Details die Aufmerksamkeit der Welt auf sich gezogen.

Letzte Woche sagte der Leiter des Louvre, dass das Museum bald neue Überwachungskameras und Einbruchschutzsysteme installieren werde.

Bis Ende 2026 werden rund 100 Kameras betriebsbereit sein, während innerhalb weniger Wochen mit der Einführung von Einbruchschutzsystemen begonnen wird, sagte Museumsdirektor Laurence des Cars.

Diese Ankündigung erfolgte, nachdem französische Senatoren die Sicherheit des Louvre kritisiert und nach dem Überfall bessere Maßnahmen gefordert hatten.