Rheinmetall erwartet ein Wachstum von 45 % und eine Kehrtwende im Verteidigungsbereich, dennoch fallen die Aktien dennoch

Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall verzeichnete steigende Gewinne und prognostizierte für 2026 ein schnelles Wachstum – doch die Anleger scheinen nicht beeindruckt zu sein und schickten die Aktien nach unten.

Die in Düsseldorf ansässige Rheinmetall AG steigerte im Jahr 2025 sowohl Umsatz als auch Gewinn deutlich, indem sie ihr Verteidigungsgeschäft ausbaute, angetrieben durch steigende Militärausgaben in Europa.

Allerdings konnte das Unternehmen bei der Veröffentlichung seiner Gesamtjahresergebnisse am Mittwoch die gestiegenen Erwartungen von Investoren und Analysten nicht erfüllen.

Die Aktien von Rheinmetall fielen in Frankfurt nach der Ankündigung gegen 17:00 Uhr MEZ um über 7 %.

Der Verteidigungskonzern meldete für das Jahr 2025 einen konsolidierten Umsatz von 9,9 Milliarden Euro, was einer Steigerung von 29 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auch das Betriebsergebnis erreichte einen Rekordwert von 1,84 Milliarden Euro und stieg im Jahresvergleich um 33 %.

Rheinmetall kündigte an, eine Dividende von 11,50 Euro pro Aktie vorzuschlagen, nach 8,10 Euro im Vorjahr.

„Die angespannte Sicherheitslage untermauert die aussichtsreiche Position des Konzerns, dessen Produkte eine immer wichtigere Rolle bei der Stärkung der Verteidigungsfähigkeiten in Deutschland und seinen Partnerländern spielen“, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Rheinmetall prognostiziert für 2026 ein Umsatzwachstum von 40–45 % und einen Umsatz von voraussichtlich 14–14,5 Mrd. €.

Als Treiber der Nachfrage nach Raketen und Drohnen nannte das Unternehmen Konflikte wie den Krieg in der Ukraine und die Spannungen im Nahen Osten.

Der Auftragsbestand erreichte einen Rekordwert von 63,8 Milliarden Euro – gegenüber 46,9 Milliarden Euro im Vorjahr – und das Unternehmen geht davon aus, dass sich dieser Wert bis zum Jahresende auf rund 135 Milliarden Euro mehr als verdoppeln wird.

Das Geschäftsjahr 2025 war laut Rheinmetall weiterhin von einer steigenden Nachfrage im Zusammenhang mit der militärischen Aufrüstung in ganz Europa geprägt.

Auf das Geschäft mit der Bundeswehr entfielen 38 % des Gesamtumsatzes, das sind vier Prozentpunkte mehr als im Vorjahr, die übrigen 62 % entfielen auf das Auslandsgeschäft.

Trotz der starken Nachfrageaussichten haben einige Analysten Bedenken geäußert, ob Rheinmetall in der Lage sein wird, die Produktion schnell genug auszuweiten, um seinen schnell wachsenden Auftragsbestand zu erfüllen.

„Die Welt verändert sich rasant und Rheinmetall ist gut vorbereitet“, sagte Vorstandsvorsitzender Armin Papperger.