Seltenes Phänomen: Sonnensturm bringt Nordlichter in den portugiesischen Himmel

Auch Strom- und Satellitennetze waren von dem schweren Sonnensturm betroffen.

Portugals Himmel erlebte am Montagabend ein seltenes und wunderschönes Phänomen, als ein Sonnensturm das Nordlicht nach Süden brachte.

Die Polarlichter waren hauptsächlich im Norden des Landes zu sehen, an Orten wie Vila Pouca de Aguiar, Bragança, Macedo de Cavaleiros, São Pedro do Sul und sogar Grândola.

Zeugen nutzten die sozialen Medien, um Bilder von rosa Himmeln zu teilen.

Neben Portugal wurde das Phänomen auch in anderen europäischen Ländern gemeldet, in denen es ebenfalls ungewöhnlich ist, beispielsweise in Deutschland und im Vereinigten Königreich.

Was brachte das Nordlicht nach Portugal?

Auslöser des seltenen Ereignisses war am 19. Januar ein Sonnensturm

Prognosen des US Space Weather Prediction Center (SWPC) deuten laut Shawn Dahl, dem Servicekoordinator des Zentrums, auf starke geomagnetische Stürme und Sonneneinstrahlung hin.

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Dabei setzt die Sonne große Mengen an Energie, Plasma und geladenen Teilchen frei. Wenn sie mit dem Erdmagnetfeld in Kontakt kommen, können diese die Polarlichter Aurora Borealis und Aurora Australis erzeugen.

Auch geomagnetische Stürme können Satelliten stören

Laut SWPC können geomagnetische Stürme auch den Satellitenbetrieb, die GPS-Kommunikation und andere Infrastrukturen beeinträchtigen.

Shawn Dahl deutete an, dass sich der aktuelle Sturm im Laufe des Dienstags im Laufe des Tages abschwächen sollte, obwohl er am Morgen schwere Ausmaße annahm.

Sonnenstrahlungsstürme können Objekte im Weltraum und bestimmte Arten von Kommunikationssystemen beeinträchtigen, aber Dahl sagte, dass Astronauten auf der internationalen Raumstation zumindest vorerst nicht gefährdet seien.

Der aktuelle Sonnensturm ist der stärkste seit 2003, als Teile Schwedens in Dunkelheit gestürzt wurden und die Energieinfrastruktur in Südafrika beschädigt wurde.