Behörden in Indien untersuchten eine tödliche Autoexplosion in der Hauptstadt, bei der mindestens acht Menschen getötet und mehrere weitere verletzt wurden, sagten Beamte am Dienstag.
Indische Behörden untersuchen eine tödliche Autoexplosion in Neu-Delhi im Rahmen eines Antiterrorgesetzes, sagten Beamte am Dienstag, während forensische Experten daran arbeiteten, die Ursache der Explosion zu ermitteln.
Bei der Explosion in der Nähe des historischen Roten Forts in der indischen Hauptstadt kamen am Montag acht Menschen ums Leben und mindestens 19 weitere wurden verletzt, teilte die Polizei in Neu-Delhi mit.
Nach Angaben von Polizeibeamten wurde ein Fall im Rahmen des Gesetzes über ungesetzliche Aktivitäten (Prävention), Indiens wichtigstem Anti-Terror-Gesetz, registriert. Das Gesetz räumt den Ermittlungsbehörden umfassendere Befugnisse zur Inhaftierung von Verdächtigen ein. Aufgrund der Sensibilität des Falles sprachen die Beamten unter der Bedingung, anonym zu bleiben.
Premierminister Narendra Modi, der sich am Dienstag zu einem geplanten Besuch in Bhutan aufhielt, sagte, die Ermittler würden „dieser Verschwörung auf den Grund gehen“.
„Die Verschwörer werden nicht verschont bleiben und alle Verantwortlichen werden vor Gericht gestellt“, sagte Modi.
Die Explosion ereignete sich am Montagabend kurz vor 19 Uhr Ortszeit und ging vermutlich von einem Hyundai i20 aus, der an einer Ampel angehalten hatte, sagte Innenminister Amit Shah. Die Explosion löste ein Feuer aus, das mehrere in der Nähe befindliche Autos und Rikschas erfasste.
Der internationale Flughafen, die U-Bahn-Stationen und die Regierungsgebäude von Neu-Delhi seien nach der Explosion in einen Hochsicherheitsalarm versetzt worden, teilte die Regierung mit.
Bilder vom Tatort zeigten einige zerbrochene Fensterscheiben und zerfetzte Fahrzeugteile, während Feuerwolken aus den brennenden Autos aufstiegen.
Das Rote Fort, ein ehemaliger Kaiserpalast, ist eine wichtige Touristenattraktion im Stadtteil Alt-Delhi. Lokale Medienaufnahmen zeigten beschädigte Fahrzeuge und eine Polizeiabsperrung vor Ort.
Innenminister Shah, der den Ort besuchte, sagte, dass „alle Aspekte“ untersucht würden und dass die Sicherheitsbehörden bald zu einem Ergebnis kommen würden. Er sagte, dass Aufnahmen von Kameras in der Gegend ein wichtiger Teil der Ermittlungen sein würden.
„Wir prüfen alle Möglichkeiten und werden eine gründliche Untersuchung durchführen“, sagte Shah.
Das Denkmal des Roten Forts aus dem 17. Jahrhundert ist eine der bekanntesten Touristenattraktionen Indiens. Es liegt sechs Kilometer vom Parlament entfernt und ist der Ort, an dem die indischen Premierminister am 15. August ihre jährlichen Reden zum Unabhängigkeitstag halten.
Die Gegend um das Rote Fort ist normalerweise überfüllt und dient als Hauptroute zu den geschäftigen Basaren der Altstadt.