Europas weniger bekannte Schokoladenstädte ziehen dieses Ostern die Aufmerksamkeit auf sich, wobei Turin, Perugia und York zu den süßesten Reisezielen des Kontinents zählen.
Der Schokoladentourismus erlebt eine gewisse Flaute, vor allem, da Ostern vor der Tür steht. Während Reisende nach neuen Möglichkeiten suchen, ein langes Frühlingswochenende zu verbringen, wird Schokolade zu einem unerwartet verlockenden Grund, einen von Süßigkeiten inspirierten Kurzurlaub zu buchen.
Neue Untersuchungen zeigen, dass weltweite Suchanfragen nach Osterreisen in diesem Monat um 129 % gestiegen sind, was auf ein wachsendes Interesse an Reisen hindeutet, bei denen es um Essen, lokale Traditionen und praktische Erlebnisse geht.
Und während Paris und Brüssel immer noch die ersten Namen sind, die einem für einen Schokoladenurlaub in den Sinn kommen, machen sich viele kleinere Städte stillschweigend durch, oft mit weniger Menschenmassen und stärkeren Schokoladenwurzeln.
Eine neue Studie von Avis hat die überraschendsten Schokoladenstädte Europas bewertet und dabei die Anzahl der auf Yelp gelisteten Chocolatiers und Schokoladenläden, Sehenswürdigkeiten wie Museen und Fabrikführungen, Google-Bewertungen und die monatliche Suchnachfrage nach Begriffen wie „Stadt + Schokolade“ untersucht.
Die Idee bestand darin, Reiseziele hervorzuheben, an denen Schokolade ein echter Teil des lokalen Erlebnisses ist, auch wenn dies nicht die ersten Orte sind, an die Reisende normalerweise denken.
Turin führt die Rangliste an
In der Rangliste belegte Turin den ersten Platz. Laut der Avis-Studie gibt es in der italienischen Stadt 233 Chocolatiers, fünf Schokoladenattraktionen und fast 50.000 monatliche Suchanfragen nach „Turiner Schokolade“. Sie wird seit 1585 als Europas historische Schokoladenhauptstadt und als Geburtsort von Gianduja und Bicerin bezeichnet.
Besucher können im Pfatisch-Schokoladenmuseum vorbeischauen, an Fabrikführungen von Marken wie Caffarel teilnehmen oder ihre Reise mit dem jährlichen CioccolaTò-Festival der Stadt vereinbaren.
Das zweitplatzierte Perugia, das vor allem als Heimat der Baci-Pralinen bekannt ist, ist auch Gastgeber der Eurochocolate, die als Europas größtes Schokoladenfestival gilt und jedes Jahr rund eine Million Besucher anzieht.
Auch bei den Bewertungen punktete die italienische Stadt stark: Casa del Cioccolato Perugina erreichte bei Google 4,4 Sterne und Cioccolateria Augusta Perusia 4,7.
Das österreichische Salzburg belegte den dritten Platz, was auf sein kompaktes Stadtzentrum, 51 Chocolatiers und seine Verbindung zur Original-Mozartkugel zurückzuführen ist, die erstmals 1890 von der Konditorei Fürst kreiert wurde.
Für Besucher bietet es ein Schokoladenerlebnis, das sich leicht zu Fuß erkunden lässt und eng mit der Geschichte der Stadt verbunden ist.
York im Norden Englands belegte den vierten Platz, obwohl auf Yelp nur zwölf Schokoladengeschäfte gelistet waren.
Dennoch verzeichnet das Unternehmen monatlich mehr als 12.000 Suchanfragen nach seiner Schokoladenszene, dank seiner Süßwaren-Vergangenheit und Attraktionen wie York’s Chocolate Story, das bei Google eine 4,3-Sterne-Bewertung aus mehr als 3.000 Bewertungen erhalten hat.
Die Stadt ist auch der Geburtsort der Süßwarenmarken Rowntree’s und Terry’s Chocolate Orange.
Antwerpen in Belgien komplettierte die Top 5 mit 44 Chocolatiers und zwei Hauptattraktionen: Chocolate Nation, das als das größte belgische Schokoladenmuseum der Welt bezeichnet wird, und Choco-Story Antwerpen, wo Besucher Live-Vorführungen bei der Herstellung von Pralinen verfolgen können.
Die 10 unerwartetsten Schokoladenhauptstädte Europas
Hier sind die vollständigen Top 10, von Italien und Österreich bis Belgien, Großbritannien und darüber hinaus.
- Turin, Italien
- Perugia, Italien
- Salzburg, Österreich
- York, England
- Antwerpen, Belgien
- Straßburg, Frankreich
- Krakau, Polen
- London, England
- Amsterdam, Niederlande
- Prag, Tschechische Republik