Von der EU unterstützte Initiative in Österreich testet neues Arbeitsplatzmodell, um die Gleichstellung der Geschlechter in der Industrie voranzutreiben

Eine von der EU finanzierte Initiative hilft österreichischen Herstellern dabei, die Arbeitsplatzkultur zu überdenken. Mit neuen Trainings-, Coaching- und Gleichstellungsmaßnahmen wird gezeigt, wie die Industrie Geschlechterunterschiede von der Produktionsebene an schließen kann.

In Kapfenberg ist der Industriehersteller BHDT eines von mehreren österreichischen Unternehmen, die am FairPlusService teilnehmen, einem vom Europäischen Sozialfonds+ geförderten kostenlosen Coaching-Programm zur Förderung der Geschlechtergerechtigkeit in der Fertigung.

Das Programm unterstützt Frauen bei der Qualifizierung, unterstützt Führungskräfte bei der Verbesserung von Kommunikation und Schulung und stärkt Richtlinien zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Die Mitarbeiter sagen, dass flexible Arbeitszeiten und eine integrativere Kultur bereits mehr Frauen dazu ermutigen, technische Rollen zu übernehmen.

Da der ESF+ 2,1 Milliarden Euro in Initiativen zur Gleichstellung der Geschlechter am Arbeitsplatz in der gesamten EU investiert, zielt das österreichische Modell darauf ab, das Aussehen hochwertiger Arbeitsplätze neu zu definieren.

Zur Förderung dieser Mission fungiert der Fahrplan für hochwertige Arbeitsplätze als wichtiger Leitfaden für die EU-Mitgliedstaaten zur Sicherung besserer Arbeitsplätze. Der Schwerpunkt liegt auf dem psychologischen Klima sowie auf Gesundheit und Sicherheit, beispielsweise auf dem Schutz derjenigen, die bei großer Hitze arbeiten, und stellt gleichzeitig sicher, dass der Mensch im Mittelpunkt bleibt, während neue Technologien wie KI und Digitalisierung die Werkstatt verändern, erklärt Ivailo Kalfin, Geschäftsführer von Eurofound.