Da Deepfakes immer ausgefeilter werden, häufen sich im Jahr 2025 die enormen Geldverluste durch Online-Betrügereien.
Das Internet ist voller Versprechungen: von Programmen, die angeblich „Nutzer schnell reich machen“, über Dating-Apps, die behaupten, mit wenigen Klicks den perfekten Partner zu finden, bis hin zu Schnäppchenangeboten für idyllische Ferien.
Doch mit all diesen Möglichkeiten geht auch die Möglichkeit einher, betrogen zu werden, und da Deepfakes immer ausgefeilter werden, häufen sich die schieren Geldverluste durch Online-Betrügereien.
Laut einer neuen Studie des Cybersicherheitsunternehmens SurfShark haben Deepfake-Betrugsmaschen und Betrugsmaschen im Jahr 2025 Menschen weltweit um etwa 1,1 Milliarden US-Dollar (930 Millionen Euro) betrogen. Das ist dreimal mehr als die Betrügereien im Wert von rund 304 Millionen Euro im Jahr 2024.
Mehr als 80 % dieser Verluste wurden in den sozialen Medien verursacht, wobei Facebook, WhatsApp und Telegram die am häufigsten angegriffenen Plattformen waren.
Die lukrativsten Deepfake-Betrügereien enthielten Video- und Audioelemente, um sich als berühmte Personen auszugeben – von Prominenten bis hin zu Wirtschafts- und Finanzführern – und so betrügerische Investitionen zu fördern.
Auch im Jahr 2025 waren die europäischen Politiker vor diesen Machenschaften nicht gefeit. Beispielsweise wurde in einem Deepfake-Video eine Rede des polnischen Präsidenten Karol Nawrocki so verändert, dass es den Anschein erweckte, als würde er eine betrügerische Investitionsplattform fördern.
In einem weiteren Deepfake, der sich im Sommer verbreitete, forderte Bundeskanzler Friedrich Merz die Öffentlichkeit auf, sich bei einer Investitionsplattform anzumelden, was Verbraucherrechtsorganisationen dazu veranlasste, wegen des gefälschten Videos Alarm zu schlagen.
Auch Liebesbetrug, bei dem Betrüger realistische Videos und Audioaufnahmen verwenden, um vorgetäuschte Liebesbeziehungen mit Opfern aufzubauen, nimmt zu. Sobald Betrüger ihre Opfer davon überzeugen, dass sie in einer echten Beziehung stehen, bitten sie sie normalerweise um Geld, um angeblich dringende medizinische Eingriffe durchzuführen. Romantik-Betrüger verleiten ihre Opfer auch zu betrügerischen Anlageplänen.
In Frankreich ging die Geschichte einer Frau Anfang 2025 viral, nachdem sie enthüllte, dass sie durch einen Trick dazu gebracht wurde, sich in einen Mann zu verlieben, von dem sie glaubte, er sei Brad Pitt.
In Wirklichkeit wurde sie von einem raffinierten Betrügerring ausgetrickst, der sie davon überzeugte, dass der Hollywoodstar schwer krank war und Geld für medizinische Eingriffe brauchte – was dazu führte, dass sie mehr als 800.000 Euro übergab.
Während Liebesbetrüger weltweit agieren, gibt es regionale Zentren in Westafrika (insbesondere Nigeria und Ghana) sowie in Südostasien, einschließlich Kambodscha, Myanmar und den Philippinen.
Die Verluste bei Liebesbetrug sind in der Regel geringer als bei Anlagebetrug, doch gezielte Angriffe können bei den Opfern schwere psychische Schäden verursachen.