Zwei mutmaßliche Mitglieder des Juwelendieb-Netzwerks Pink Panthers wurden wegen eines Wertraubs im Wert von 580.000 Euro auf Chalkidiki festgenommen. Die Verdächtigen wurden in Bulgarien und Kroatien gefasst.
Zwei Verdächtige wurden in Bulgarien und Kroatien aufgrund europäischer Haftbefehle der griechischen Behörden wegen eines Raubüberfalls auf ein Juweliergeschäft auf Chalkidiki festgenommen, bei dem Uhren und Wertsachen im Wert von fast 580.000 Euro erbeutet wurden.
Der Raubüberfall ereignete sich am 2. September 2025 in einem Juweliergeschäft in einem Hotel im griechischen Ferienort südlich von Thessaloniki.
Beamte der Unterdirektion zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität in Nordgriechenland identifizierten die beiden Verdächtigen, bei denen es sich um serbische Staatsangehörige im Alter von 48 und 46 Jahren handeln soll.
Bei den Verdächtigen soll es sich um Mitglieder der Pink Panthers handeln, einem internationalen kriminellen Netzwerk, das hauptsächlich aus serbischen und montenegrinischen Staatsangehörigen besteht und auf Schmuckraub spezialisiert ist.
Die Gruppe, die laut Interpol rund 800 Kernmitglieder hat, ist für einige der dreistesten Raubüberfälle in der Geschichte der organisierten Kriminalität verantwortlich.
Griechische Ermittler stellten in Zusammenarbeit mit Europol und europäischen Polizeikräften fest, dass vier Mitglieder der Organisation zwischen dem 20. August und dem 2. September 2025 in Griechenland tätig waren, um den Raubüberfall zu planen und durchzuführen.
Nach Angaben der Behörden reisten die Verdächtigen zu unterschiedlichen Zeiten aus dem Ausland mit gefälschten Reisedokumenten und gemieteten Fahrzeugen mit gestohlenen Nummernschildern nach Griechenland ein, um einer Entdeckung zu entgehen.
Bei dem Raubüberfall hielten der 48-Jährige und ein unbekannter Komplize zwei Mitarbeiter mit vorgehaltener Waffe fest und stahlen Luxusuhren und Wertgegenstände im Wert von rund 580.000 Euro.
Der 46-Jährige und eine unbekannte Komplizin leisteten Unterstützung und ausgaben sich als Touristen, während sie die Umgebung überwachten.
Der 48-Jährige ist den Schweizer Behörden wegen Wohnungseinbrüchen bekannt. Die Polizei untersucht die Beteiligung beider Verdächtiger an ähnlichen bewaffneten Raubüberfällen in anderen europäischen Ländern in den Jahren 2024 und 2025. Die griechischen Behörden warten auf Auslieferungsentscheidungen der zuständigen Justizbehörden in Bulgarien und Kroatien.
Die Pink Panthers sind seit Jahren in Griechenland aktiv. Die griechische Polizei hat seit 2007 mehrere Zellen der Organisation festgenommen, darunter Festnahmen in Athen in den Jahren 2022, 2023 und 2024 wegen verschiedener Raubüberfälle auf Juweliergeschäfte.