In Frankreich gibt es etwa 5.700 Kilometer Kleinbahnstrecken, die derzeit nicht genutzt werden.
In Frankreich gibt es Tausende Kilometer stillgelegter Eisenbahnschienen, deren Sanierung für schwere, moderne Züge zu kostspielig ist.
Doch ein Startup hat eine alternative Lösung gefunden, um sie wieder in Betrieb zu nehmen.
Anstelle der Neueinführung von Zügen werden im Rahmen des Projekts des Ingenieurbüros SICEF (Teil des Flexmove-Konsortiums von AKKA Technologies) Hybridtransporter die Strecken nutzen.
Diese als Ferromobile bezeichneten Fahrzeuge sollen die grüne Verbindung in autoabhängigen ländlichen Gebieten fördern.
Ein neues Leben für Frankreichs vergessene Eisenbahnen
Laut SICEF gibt es in Frankreich derzeit 5.700 Kilometer Kleinbahnstrecken, die nicht genutzt werden.
Dadurch sind weite Teile des ländlichen Raums ohne öffentliche Verkehrsanbindung.
Die Lösung des Unternehmens zur Reaktivierung dieser Linien besteht darin, Fahrzeuge auf den Markt zu bringen, die einem Peugeot e-Traveller nachempfunden sind und mit einem technischen System ausgestattet sind, das einen reibungslosen Übergang von der Straße auf die Schiene ermöglicht.
Laut der Website Railtech werden die Ferromobile in diesem Monat auf der Strecke Courpière-Vertolaye in der französischen Region Auvergne mit Tests beginnen.
Wenn die Ergebnisse Potenzial zeigen, könnten andere Regionen wie Okzitanien, Bretagne oder Nouvelle-Aquitaine das Programm übernehmen.
Ferromobile werden eine kohlenstoffarme Lösung für autoabhängige Gebiete sein
Die Ferromobile sind für die Beförderung von maximal acht Personen ausgelegt.
Die Flotte wird die Flexibilität haben, nach einem festen Zeitplan mit kürzeren Wartezeiten zu fahren oder bei Bedarf rund um die Uhr über Ihr Telefon gebucht zu werden, wie eine Uber-Fahrt, so das Unternehmen.
Entlang der Bahngleise wird es „Knotenpunkte“ geben, an denen Fahrgäste einsteigen können. Die Fahrzeuge fahren im Automatikmodus auf der Schiene, während auf der Straße ein Fahrer das Steuer übernimmt.
Das Unternehmen betont, dass die von Ferromobilen genutzten Gleise nicht mit Zügen geteilt werden.
Das Projekt hofft, durch die Umnutzung bestehender Infrastruktur und den Einsatz von 100 Prozent Elektrofahrzeugen eine kohlenstoffarme Lösung für ländliche, autoabhängige Gebiete zu sein.
Das Projekt wurde vom Automobile Magazine als „sparsamer und dennoch wirkungsvoller“ Ansatz gelobt.
„Ein für den Schienenverkehr angepasster Peugeot Traveller mit reduzierten Betriebskosten und intelligenter Wiederverwendung der vorhandenen Infrastruktur“, schrieb das Magazin und lobte die Ferromobile als „Lehrbuchbeispiel für intelligente Innovation“.