Portugal bereitet sich auf Reisechaos vor, da ein landesweiter Streik 500 Flüge bedroht

Urlauber, die im Juni nach Portugal reisen, werden gewarnt, mit Verspätungen und Störungen zu rechnen, da sich Kabinenpersonal, Bahnarbeiter und U-Bahn-Mitarbeiter auf einen landesweiten Streik vorbereiten, der Hunderte von Flügen und öffentlichen Verkehrsmitteln im ganzen Land beeinträchtigen könnte.

Urlauber, die nächsten Monat nach Portugal reisen, könnten mit erheblichen Reiseunterbrechungen rechnen, da Kabinenpersonal, Bahnarbeiter und Mitarbeiter des öffentlichen Nahverkehrs sich auf einen landesweiten Streik vorbereiten.

Da möglicherweise Hunderte von Flügen betroffen sind und Lissabon bereits mit langen Warteschlangen am Flughafen zu kämpfen hat, werden Reisende gewarnt, sich zu Beginn der geschäftigen Sommersaison auf Verspätungen einzustellen.

Der Streik findet am 3. Juni statt und laut der portugiesischen Zeitung The Resident könnte die Zahl der betroffenen Flüge bis zu 500 betragen.

Der Schritt erfolgt, nachdem Mitglieder der portugiesischen Kabinenpersonalgewerkschaft dafür gestimmt haben, sich dem landesweiten Streik anzuschließen, bei dem auch Ärzte ihre Werkzeuge niederlegen werden.

Bei TAP, der Flaggschiff-Fluggesellschaft des Landes, könnten bis zu 300 ihrer täglichen Flüge betroffen sein, und auch andere Fluggesellschaften, darunter Portugália und SATA, könnten betroffen sein.

Kabinenpersonal und andere Streikende protestieren gegen Reformvorschläge der Regierung, wobei die National Union of Civil Aviation Flight Personnel (SNPVAC) die „vorgeschlagenen“ Änderungen als „beispiellosen Angriff auf etablierte Rechte“ bezeichnet.

Die von der Regierung geplanten Reformen würden es Unternehmen leichter machen, Arbeitnehmer zu entlassen, und die Beschränkungen für Outsourcing lockern.

Berichten zufolge stimmten etwa 79 % der Gewerkschaftsmitglieder des Kabinenpersonals dafür, sich dem landesweiten Streik anzuschließen.

Nicht nur Flüge werden davon betroffen sein. FECTRANS, eine weitere Gewerkschaft, die den öffentlichen Verkehr vertritt, wird ebenfalls teilnehmen.

Das bedeutet, dass Einrichtungen wie die U-Bahn von Lissabon und die öffentlichen Verkehrsmittel im ganzen Land betroffen sein werden, was sowohl für Anwohner als auch für Besucher zu Problemen führen wird.

Die Störung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das umstrittene EU-Einreise-/Ausreisesystem (EES) den Reisenden Probleme bereitet.

Reisende wurden bereits gewarnt, sich in diesem Sommer auf ernsthafte Beeinträchtigungen, einschließlich stundenlanger Warteschlangen, an europäischen Flughäfen vorzubereiten, während der Rollout fortgesetzt wird.

An den Flughäfen des Schengen-Raums mussten sich Touristen bereits mit langen Warteschlangen auseinandersetzen, und das Drehkreuz in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon hat das EES-System ein- und ausgeschaltet, um die Überlastung zu verringern.