„Wenn wir mehr Passagiere haben wollen, brauchen wir mehr Züge“, erläutert der Chief Financial, Strategy and Transformation Officer von Eurostar ihre Wachstumspläne.
Seit seiner Inbetriebnahme im Jahr 1994 hat Eurostar mehr als 400 Millionen Passagiere durch ganz Europa befördert – und es gibt keine Anzeichen dafür, dass ihm bald die Puste ausgeht
Im Jahr 2025 hatten sie ein Rekordjahr: 20 Millionen Reisende stiegen in ihre Züge.
Aber ist der rollende Erfolg von Eurostar gefährdet, nachdem die britische Eisenbahnregulierungsbehörde beschlossen hat, Virgin Trains eine Lizenz für den Betrieb von Diensten auf derselben Strecke zwischen Großbritannien und Europa zu erteilen?
In dieser Folge von „The Big Question“ diskutiert Eleanor Butler gemeinsam mit Matthieu Quyollet, Chief Financial, Strategy and Transformation Officer von Eurostar, über die Zukunft des internationalen Bahngiganten.
Konkurrenz auf dem Spiel
Während Matthieu darauf besteht, dass sich Eurostar keine Sorgen um die Konkurrenz macht, wies er auf die Probleme hin, an deren Behebung sie arbeiten und die in den letzten Jahren andere Betreiber von der Linie hätten verdrängen können.
„Sie fahren nicht nur durch den Kanaltunnel – Sie starten an einem Bahnhof, sagen wir Gare du Nord oder Brüssel Midi, und fahren nach St. Pancras. Sie müssen also sicherstellen, dass Sie im Bahnhof genügend Platz haben, und dann müssen Sie sicherstellen, dass Sie in jedem dieser Netzwerke Platz haben“, erklärte Matthieu.
„Und einige dieser Netze werden beispielsweise von anderen Betreibern als Eurostar für Inlandszwecke genutzt. Es geht also nicht nur um Eurotunnel. Sie müssen sicherstellen, dass Sie überall Platz haben.“
Die Zukunftspläne von Eurostar
Eurostar scheint auf seinen zukünftigen Erfolg zu setzen und hat eine bahnbrechende Investition angekündigt, die den Grundstein für zukünftiges Wachstum legen könnte. Eurostar plant, 2 Milliarden Euro in die Erweiterung seiner Flotte zu investieren, bis 2030 50 neue Züge hinzuzufügen und erstmals Doppelstockzüge im Vereinigten Königreich einzuführen.
Die neuen Züge werden eine um 20 % größere Passagierkapazität haben, was laut Matthieu zu günstigeren Fahrkarten für Reisende führen wird.
Nicht nur die Flotte wächst, sondern auch die Linien und Ziele. Ab 2030 soll es Direktzüge von London nach Frankfurt und von London nach Genf geben.
Obwohl man Köln bereits von London aus mit dem Eurostar erreichen kann, muss man in Brüssel umsteigen, aber Matthieu bestätigte, dass auch Pläne für einen Nonstop-Zug im Gange sind.
„Eurostar wird künftig sechs verschiedene Länder verbinden und ist damit wahrscheinlich das internationalste Hochgeschwindigkeitsbahnunternehmen der Welt“, schloss Matthieu.
Die große Frage ist eine Serie von The European Circle Business, in der wir uns mit Branchenführern und Experten zusammensetzen, um einige der wichtigsten Themen auf der heutigen Tagesordnung zu besprechen.
