Gläubige in Nigeria begehen Ostern mit einer Straßenprozession in Lagos. Nigeria feierte den Karfreitag mit Hunderten katholischen Gläubigen, die in einer öffentlichen Nachstellung des Kreuzwegs durch Lagos marschierten und so das Leiden Christi mit den wirtschaftlichen Nöten des Landes in Verbindung brachten. 04.03.2026

Am 3. April zogen Gläubige mit Holzkreuzen und in biblischen Kostümen durch Bezirke wie Yaba und Ikeja, um zu beten und über die letzten Stunden Jesu nachzudenken.

Das jährliche Ritual wird im ganzen Land weithin befolgt, aber dieses Jahr gaben viele Teilnehmer an, dass es eine größere Resonanz fand, da die Haushalte mit steigenden Preisen, Arbeitsplatzunsicherheit und anhaltender Gewalt zu kämpfen haben. Karfreitag ist ein gesetzlicher Feiertag in Nigeria und einer der sichtbarsten Momente im christlichen Kalender.

Besonders stark war die Symbolik in Lagos, wo Inflation und Transportkosten weiterhin das tägliche Leben prägen. Jüngste Marktberichte haben gezeigt, dass Grundnahrungsmittel in der ganzen Stadt weiterhin teuer sind, auch wenn einige Preise gegenüber früheren Höchstständen gesunken sind. Vor diesem Hintergrund wurde der Kreuzweg sowohl zu einer religiösen Feier als auch zu einem öffentlichen Ausdruck des Ausharrens.

Nigeria ist die Heimat einer der größten christlichen Bevölkerungsgruppen Afrikas und Osterprozessionen ziehen regelmäßig große Menschenmengen an. In diesem Jahr ging es auf den Straßen jedoch nicht nur um Opfer und Erlösung, sondern auch um Widerstandsfähigkeit in einem Land, das unter anhaltendem wirtschaftlichen Druck steht.