Weltbank unterstützt Spanien mit neuem Büro in Madrid

Der Erste Vizepräsident und Wirtschaftsminister Carlos Cuerpo präsentiert Spanien nach der Eröffnung des Weltbankbüros als wichtige Drehscheibe für multilaterale Institutionen.

Die Weltbankgruppe gab am Montag die Eröffnung eines Büros in Madrid bekannt, ein Schritt, der darauf abzielt, ihre Zusammenarbeit mit Spanien zu stärken und die Mobilisierung von privatem Kapital für Entwicklungsprojekte in Lateinamerika, Afrika und anderen Schwellenländern zu erleichtern. Das neue Büro wird zum ersten Mal in Spanien die verschiedenen Institutionen der Weltbankgruppe zusammenbringen und zu einer Anlaufstelle für die Regierung, Unternehmen, Investoren, Universitäten und Organisationen der Zivilgesellschaft werden.

Ziel ist es, spanischen Unternehmen einen leichteren Zugang zu Finanzierungen, Garantieinstrumenten und Mechanismen zu ermöglichen, um das Risiko ihrer Investitionen in Entwicklungsländern zu verringern. Das Büro in Madrid wird die Zusammenarbeit mit spanischen Unternehmen, Institutionen und Organisationen vertiefen, die an Schwellenländern interessiert sind, und Partnerschaften in Sektoren fördern, in denen Spanien international führend ist, wie etwa Finanzdienstleistungen, Wassermanagement, nachhaltiger Tourismus und belastbare Infrastruktur.

Spanien als Maßstab für Multilateralismus

Der Geschäftsführer der IFC, Makhtar Diop, betonte, dass das neue Büro die Zusammenarbeit mit spanischen Unternehmen und Investoren erleichtern werde, um private Investitionen in Schwellenländern anzukurbeln.

Wirtschaftsminister Carlos Cuerpo sagte seinerseits, das Büro werde neue Möglichkeiten für spanische Unternehmen eröffnen und die Rolle Spaniens als wichtiger Partner für multilaterale Institutionen und als Vorreiter des Multilateralismus stärken.

Spanien ist auch als Anteilseigner an der Strategie der Weltbankgruppe beteiligt und beteiligt sich an Programmen im Zusammenhang mit nachhaltiger Finanzierung und Anpassung an den Klimawandel, Infrastruktur, Gesundheit, Migration und Unterstützung für Länder mit hoher Verschuldung.

Einweihungsfeier des Büros der Weltbankgruppe in Madrid

Einweihungsfeier des Büros der Weltbankgruppe in Madrid


Diop: Privates Kapital mobilisieren, innovative Lösungen anbieten und Arbeitsplätze dort schaffen, wo sie am meisten gebraucht werden

Der Geschäftsführer der International Finance Corporation (IFC), Makhtar Diop, schrieb auf seinem X-Konto: „Ich freue mich, in Spanien zu sein, wo die Weltbankgruppe ein neues Büro in Madrid eröffnet und damit ihre Partnerschaft mit dem Land weiter stärkt. Spanien bringt umfangreiches Fachwissen und Investitionen in Schlüsselsektoren für die Entwicklung mit, von Finanzen, Infrastruktur und Wasser bis hin zu Tourismus und Industrie, was uns hilft, mehr privates Kapital zu mobilisieren, innovative Lösungen anzubieten und Arbeitsplätze dort zu schaffen, wo sie am meisten gebraucht werden.“

Ein Schub für private Investitionen

Die Eröffnung des Büros stärkt die Rolle Madrids als Gastgeberstadt für multilaterale Organisationen und als Plattform für internationale Entwicklungsfinanzierung. Spanien unterhält seit fast sieben Jahrzehnten enge Beziehungen zur Weltbankgruppe und hat sich als einer ihrer wichtigsten europäischen Partner bei der Förderung privater Investitionen etabliert.

Carlos Cuerpo, Erster Vizepremierminister und Wirtschaftsminister, und Makhtar Diop, Geschäftsführer der International Finance Corporation (IFC), in Madrid

Carlos Cuerpo, Erster Vizepremierminister und Wirtschaftsminister, und Makhtar Diop, Geschäftsführer der International Finance Corporation (IFC), in Madrid


Derzeit verwalten die International Finance Corporation (IFC) und die Multilateral Investment Guarantee Agency (MIGA) jeweils Portfolios von knapp 5 Milliarden Dollar (4,375 Milliarden Euro) mit spanischen Unternehmen in Schwellenländern. Das neue Büro zielt darauf ab, diese Zusammenarbeit zu erweitern, insbesondere durch die Nutzung der Beziehungen Spaniens zu Lateinamerika und seiner wachsenden Unternehmenspräsenz in Afrika.