Mehr als 150 Feuerwehrleute waren im Einsatz, als starke Winde die Flammen durch Kiefernwälder und in Richtung Wohngebiete an der Adriaküste trieben. Einige Häuser und Fahrzeuge wurden beschädigt, während die Hauptküstenstraße durch die Stadt gesperrt war. Die meisten Evakuierten wurden in das nahegelegene Omis gebracht, wo eine Sporthalle als Notunterkunft diente. Die örtlichen Behörden berichteten außerdem, dass einige Menschen Verbrennungen erlitten hätten.
Der Brand ereignete sich, als Kroatien einer anhaltenden sommerlichen Hitzewelle ausgesetzt war und hohe Temperaturen das Risiko weiterer Brände entlang der Adria erhöhten. Feuerwehrchef Slavko Tucakovic warnte, dass den Einsatzkräften eine schwierige Nacht bevorstehe und rief Verstärkung aus anderen Teilen des Landes an. Vier Canadair-Wasserbombenflugzeuge wurden für den Morgen in Bereitschaft versetzt, da sie nachts nicht operieren können.
Nach Angaben des stellvertretenden Bürgermeisters von Omis, Ivan Pivcevic, seien starke Winde für die schnelle Ausbreitung des Feuers verantwortlich gemacht worden. Ein weiterer großer Waldbrand auf der nahegelegenen Insel Brac war am Donnerstag zuvor unter Kontrolle gebracht worden.