Die Teilnehmer treten in informellen „Aura-Battles“ gegeneinander an und zeigen mit Tanzbewegungen, Posen, Gesichtsausdrücken und spielerischen Gesten, wer die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich ziehen kann. Es gibt keine physischen Kämpfe: Die Zuschauer wählen den Sieger normalerweise auf der Grundlage von Selbstvertrauen, Charisma und Kreativität.
Der Name des Trends geht auf den Online-Slang „Aura“ zurück, mit dem jemand mit einer starken, charismatischen Präsenz beschrieben wird. Der Ausdruck „farmear aura“ oder „landwirtschaftliche Aura“ begann als Witz über das Online-Sammeln imaginärer „Aura-Punkte“, bevor er zu einem echten Wettbewerb wurde.
Bei einer kürzlichen Veranstaltung gewann der 16-jährige Kaled Rosales Salazar 2.000 mexikanische Pesos, damals rund 100 Euro, nachdem er seinen Rivalen, den 14-jährigen Carlos Irving Quintana, bekannt als „Thanos“, besiegt hatte. Der Zweitplatzierte erhielt 1.000 Pesos.
Die Organisatoren sagen, dass die Kämpfe auf schnelles Tempo ausgelegt sind, was an die kurzen, wirkungsvollen Videos erinnert, die zur Verbreitung des Trends auf TikTok beigetragen haben. Die Teilnehmer treten abwechselnd nur wenige Sekunden lang auf und verwenden dabei virale Tänze, Meme-Referenzen, übertriebene Ausdrücke und improvisierte Bewegungen.
Was als Online-Meme begann, entwickelt sich mittlerweile zu einem Straßenspektakel in Mexiko und darüber hinaus. Veranstaltungen fanden in Veracruz statt und wurden in Xalapa und Mexiko-Stadt angekündigt, während ähnliche Wettbewerbe in Brasilien, Argentinien, Bolivien, Paraguay und Peru stattfanden.