Der Quadratmeterpreis für den Kauf einer Wohnung in Innenstädten ist europaweit sehr unterschiedlich. Von den fünf größten europäischen Volkswirtschaften haben nur zwei ihre Hauptstädte in der Top 10 der teuersten Liste.
Wohnen ist in ganz Europa ein großes Thema. Das Problem ist nicht nur die Verfügbarkeit, sondern auch die Erschwinglichkeit, da Wohnraum in Hauptstädten, Ballungsräumen und Touristenzielen besonders teuer ist.
Hauspreise und Mieten variieren in ganz Europa erheblich. Welche Länder und Städte sind also im Jahr 2026 am teuersten für den Kauf eines Hauses oder einer Wohnung? Wie viel kostet ein Quadratmeter? Und wie viel kostet der Kauf einer Wohnung im Stadtzentrum?
Der vom Deutsche Bank Research Institute veröffentlichte Bericht „Mapping the World’s Prices 2026“ vergleicht den Quadratmeterpreis für den Kauf einer Wohnung in der Innenstadt in 69 Städten, davon 28 in Europa.
Die Schweiz ist das teuerste Land, um ein Haus zu kaufen
Zwei Schweizer Städte liegen an der Spitze und machen die Schweiz damit zum teuersten Land für den Kauf von Immobilien in Innenstädten. Der Quadratmeterpreis für eine Wohnung beträgt in Zürich 22.910 Euro und in Genf 19.439 Euro.
Für eine 80-Quadratmeter-Wohnung würde das einen Preis von rund 1.833.000 Euro in Zürich und 1.555.000 Euro in Genf bedeuten.
London liegt mit 17.241 € (14.782 £) pro Quadratmeter an dritter Stelle. Eine Wohnung dieser Größe würde also etwa 1.379.000 € bzw. 1.183.000 £ kosten.
London ist 35 % teurer als Paris
Während Paris als nächstes folgt, sind Immobilien in der französischen Hauptstadt vergleichsweise günstiger als in London. Der Quadratmeterpreis beträgt 12.771 €. Der Kauf einer Wohnung im Stadtzentrum von London ist rund 35 % teurer als in Paris.
Mit einem Quadratmeterpreis von 12.483 Euro komplettiert Wien die Top 5.
Nur zwei Städte in den Top 5 gehören zu den größten Volkswirtschaften Europas: London im Vereinigten Königreich und Paris in Frankreich.
Die teuerste Stadt Deutschlands ist München mit 11.435 Euro pro Quadratmeter.
Auch Luxemburg (11.011 Euro), Kopenhagen (10.191 Euro), Stockholm (10.037 Euro) und Oslo (9.785 Euro) gehören zu den Top 10. Der Preis fällt in der norwegischen Hauptstadt unter die 10.000-Euro-Marke.
Drei nordische Städte sind unter den Top 10, während Helsinki mit 8.431 Euro pro Quadratmeter den 13. Platz belegt.
Mailand und Amsterdam liegen mit 9.378 bzw. 9.273 Euro pro Quadratmeter knapp über der finnischen Hauptstadt.
Prag ist teurer als Madrid und Berlin
Prag ist teurer als die spanische und deutsche Hauptstadt. Der Quadratmeterpreis für den Kauf einer Wohnung in der Innenstadt beträgt 8.352 €.
Zum Vergleich: 7.831 € in Madrid und 7.613 € in Berlin. Rom folgt mit 7.328 € pro Quadratmeter.
In Dublin (7.185 €) und Frankfurt (7.162 €) liegt er immer noch über 7.000 Stufen, während er in Lissabon (6.636 €) und Barcelona (6.485 €) über 6.000 liegt.
Günstigste Städte: Istanbul und Athen
Istanbul ist mit 2.646 Euro pro Quadratmeter die günstigste europäische Stadt auf der Liste, gefolgt von der Hauptstadt des benachbarten Griechenlands, Athen, mit 3.442 Euro.
Brüssel, die Hauptstadt der EU, gehört ebenfalls zu den günstigsten Städten und liegt auf dem drittletzten Platz. Der Quadratmeterpreis für den Kauf einer Wohnung beträgt dort 4.380 €.
Birmingham in Großbritannien (4.671 €) liegt ebenfalls unter der 5.000-€-Marke, während Budapest (5.243 €), Warschau (5.443 €) und Edinburgh (5.708 €) über dieser Marke liegen.
Der einfache Durchschnitt über die 28 Städte liegt bei 9.090 € pro Quadratmeter.
Demnach belaufen sich die Kosten für eine 80-Quadratmeter-Wohnung nur in vier Städten auf über 1 Million Euro. Zürich liegt tatsächlich bei knapp 2 Millionen Euro, während Genf bei über 1,5 Millionen Euro liegt.
Der durchschnittliche Preis für eine 80-Quadratmeter-Wohnung läge in der gesamten Liste bei etwa 727.000 Euro.
Hongkong ist am teuersten, Kairo am günstigsten
Unter allen 69 Städten im Bericht ist Hongkong mit 23.790 Euro pro Quadratmeter die teuerste, gefolgt von Zürich (22.910 Euro) und Seoul (21.897 Euro).
Die günstigsten Städte sind Kairo (784 Euro) und Johannesburg (913 Euro), beide unter der 1.000-Euro-Marke.
Die Zahlen im Bericht basieren auf Daten von Numbeo und der Deutschen Bank. Die Umrechnung in Euro erfolgte anhand der durchschnittlichen Wechselkurse der EZB für das erste Halbjahr 2026.