Frankreich startet neues Freiwilligen-Nationaldienstprogramm

Das ursprüngliche Ziel der Regierung besteht darin, das Programm auf 10.000 Freiwillige pro Jahr auszuweiten, mit einem langfristigen Ziel von bis zu 50.000 pro Jahr im Jahr 2035.

Diese Woche beginnen 3.000 junge Menschen mit Frankreichs neuem Nationaldienstprogramm, einem freiwilligen Militärprogramm, das den inzwischen abgeschafften Universal National Service des Landes ersetzt.

Die Freiwilligen haben sich für einen zehnmonatigen Aufenthalt angemeldet, bei dem sie Disziplin, Drill, Militärlieder und den Umgang mit Waffen erlernen. Sie beginnen ihren Dienst mit einer fünfwöchigen militärischen Grundausbildung, bevor sie sich einer Einheit des Heeres, der Luftwaffe oder der Marine anschließen.

Neben Unterkunft, Verpflegung und Kleidung erhalten die Teilnehmer ein monatliches Gehalt von 800 Euro.

Die Mitglieder dieser ersten Kohorte wurden aufgrund ihrer Bewerbung und Motivation ausgewählt, unabhängig davon, ob sie einen Abschluss hatten oder nicht. Vorerst sind alle Aufträge, die ihnen übertragen werden, in Frankreich vorgesehen.

Das ursprüngliche Ziel der Regierung besteht darin, das Programm auf 10.000 Freiwillige pro Jahr auszuweiten, mit einem langfristigen Ziel von bis zu 50.000 pro Jahr im Jahr 2035.

Für die Streitkräfte geht es darum, einen Pool potenzieller Rekruten aufzubauen, die später zum Militär oder zur Reserve wechseln könnten.

Es bleibt jedoch unwahrscheinlich, dass das System als Sprungbrett zur Wehrpflicht dienen wird.

Die französischen Streitkräfte verfügen derzeit über rund 200.000 Mann und verfügen nicht über die Kapazitäten, eine ganze Altersgruppe aufzunehmen, die etwa 700.000 Menschen pro Jahr umfassen könnte.

Frankreichs angespannte öffentliche Finanzen machen dies noch unwahrscheinlicher – die Kosten für den Nationaldienst werden bis 2030 voraussichtlich rund 1 Milliarde Euro erreichen, basierend auf einer jährlichen Aufnahme von 10.000 jungen Menschen.