Ein großer Sieg der AfD würde den Druck auf Merz und seine zunehmend unpopuläre Koalition erhöhen. Die Partei liegt in Umfragen bei über 40 %.
Am Sonntag wurden im Bundesland Sachsen-Anhalt die Wahllokale mit einer wichtigen regionalen Abstimmung eröffnet.
Mehr als 1,7 Millionen Wähler haben bis 18 Uhr Ortszeit Zeit, ihre Stimme abzugeben. Die Wahl gilt als wichtiger Test für die Bundeskoalition von Bundeskanzler Friedrich Merz.
Meinungsumfragen zufolge liegt die rechtsextreme und einwanderungsfeindliche Partei Alternative für Deutschland (AfD) unter Führung ihres Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund mit mehr als 40 % deutlich vor der CDU.
Ein großer Sieg der AfD würde den Druck auf Merz und seine zunehmend unpopuläre Koalition erhöhen.
Die politische Atmosphäre ist angespannt. Und der Ausgang ist noch ungewiss: Laut ZDF-Politbarometer waren 26 % der kurz vor der Landtagswahl befragten Wahlberechtigten noch unentschlossen.
AfD-Kandidat Siegmund hat angekündigt, dass er nur regieren werde, wenn seine Partei die absolute Mehrheit erringen würde. Ob es der AfD gelingt, sich die absolute Mehrheit der Sitze im Magdeburger Landtag zu sichern, wird vom Abschneiden der kleineren Parteien abhängen.
Je mehr Parteien die Fünf-Prozent-Hürde überschreiten und in den Landtag in Magdeburg einziehen, desto geringer werden die Chancen der AfD auf eine absolute Mehrheit der Abgeordneten.
Deshalb haben verschiedene Gruppen die Wähler dazu aufgerufen, taktisch zu wählen. AfD, CDU, Linke, SPD, FDP und BSW kritisieren den taktischen Wahlkampf, nur die Grünen unterstützen ihn.
Die CDU hat eine Koalition mit der AfD ausgeschlossen. Allerdings könnte die Partei von Merz mit anderen Parteien zusammenarbeiten. Gleichzeitig hat die CDU durch die Verabschiedung einer Unvereinbarkeitsklausel auf einem Parteitag auch eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei ausgeschlossen.
Die Wahllokale in Sachsen-Anhalt sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet.