Lust auf eine klebrige, nussige Leckerei? Dieses niederländische Museum könnte vielleicht helfen. Vierzig Becher Erdnussbutter wurden im Museum Boijmans Van Beuningen verteilt – hier ist der Grund dafür.
Zu Ehren des am 10. Juni 2026 verstorbenen niederländischen Künstlers Wim T. Schippers wurden im Museum Boijmans Van Beuningen in Rotterdam, Niederlande, 360 Kilogramm Erdnussbutter auf dem Boden verteilt.
Berühmt für seine absurden Werke und für die Verkörperung von Ernie und Kermit dem Frosch in der niederländischen Version der Sesamstraße, präsentierte der Künstler erstmals 1969 „Pindakaasvloer“ oder „Erdnussbutterboden“.
Durch seine unkonventionellen Kunstwerke stellte er die Wahrnehmung der Menschen von Kunst in Frage.
„Ist es nicht fantastisch, dass wir alle hier stehen und Erdnussbutter betrachten?“ Schippers fragte Journalisten bei der Ausstellung im Zentralmuseum in Utrecht im Jahr 1997.
Einige Besucher, die versucht waren, einen Snack zu sich zu nehmen, zerstörten 1997 die Ausstellung, indem sie 12 Scheiben Brot und mehrere Tüten mit Schokoladenstreuseln, die in den Niederlanden üblicherweise zum Frühstück aufs Brot gegessen werden, auf das Kunstwerk legten.
„Es sieht nicht schlecht aus“, sagte Schippers damals einer niederländischen Zeitung. „Die Streusel wurden mit Augenmaß und geschickter Hand aufgetragen.“
Aus dieser Idee entwickelte der Visionär später die Floor Covering Series, zu der auch mit Glasscherben und Salz bedeckte Böden gehörten.
Zwei Museumsmitarbeiter folgten genau dem 20-Punkte-Plan von Wim T. Schippers zur Nachbildung des Werks und verbrachten mehrere Tage damit, 40 Becher Erdnussbutter auf einem 25 Quadratmeter großen Sechseck zu verteilen.
Mit Trockenbaukellen verteilten die beiden Arbeiter die von Calvé gespendete Erdnussbutter in einer Dicke von zwei Zentimetern und sorgten so dafür, dass die Ausstellung „so glatt und langweilig wie möglich“ war.
Das Museum warnte Besucher mit Erdnussallergien, dass die Ausstellung für sie gefährlich sein könnte.
Diejenigen, die keine solchen Allergien haben, wurden eingeladen, „dem Geruch zu folgen“ durch das Museum, um das Ehrenkunstwerk in vollen Zügen zu erleben.