Auch nicht durch eine Erbschaft: 61 % der Spanier halten es für nahezu unmöglich, ein Haus zu erben

61 % der Spanier bezweifeln, dass sie ein Haus erben werden, da der Zugang zu Wohnraum immer schwieriger wird. Erbschaften gewinnen an Bedeutung, doch nur jeder fünfte Verkäufer erlangte seine Immobilie auf diesem Weg.

Laut einer von Fotocasa Research durchgeführten Studie bleibt die Möglichkeit, ein Eigenheim zu erben, für die meisten Spanier im ersten Halbjahr 2026 in weiter Ferne. Vor dem Hintergrund zunehmender Schwierigkeiten beim Zugang zu Wohnraum halten es 61 % der Bevölkerung für unwahrscheinlich oder sehr unwahrscheinlich, dass sie jemals eine Immobilie erben werden, während 39 % glauben, dass sie irgendwann eine Immobilie erhalten werden.

Diese Wahrnehmung steht vor dem Hintergrund eines zunehmend angespannten Wohnungsmarktes, auf dem es für große Teile der Bevölkerung schwierig geworden ist, ein Eigenheim zu besitzen. In diesem Zusammenhang wird die Erbschaft als alternativer, wenn auch unsicherer Weg zum Besitz einer Immobilie in der Zukunft gesehen.

Die meisten derjenigen, die mit der Erbschaft eines Eigenheims rechnen, haben es noch nicht in ihre Lebensplanung integriert. Etwa 41 % sehen darin eine ferne Möglichkeit, die ihre aktuellen Entscheidungen nicht beeinflusst, während 34 % darin eine langfristige Vermögenssicherung sehen. Nur 26 % geben an, dass sie bei konkreten Plänen, etwa darin zu wohnen, es zu verkaufen oder zu vermieten, auf das zukünftige Zuhause zählen.

Die Forschungsleiterin und Sprecherin von Fotocasa, María Matos, sagt, Erbschaften seien zu einer „echten Lebensader“ für den Zugang zu Wohnraum geworden. Ihrer Ansicht nach zeigt der Anstieg der Familiengeschenke – die im Jahr 2025 die Marke von 225.000 Transaktionen erreichten –, wie sich die Kluft bei der Erschwinglichkeit vergrößert und der Kauf eines Eigenheims zunehmend von der finanziellen Unterstützung zwischen den Generationen abhängt.

Die Studie zeigt auch, dass geerbte Häuser weiterhin eine stabile Präsenz auf dem spanischen Immobilienmarkt haben. Im ersten Halbjahr 2026 gaben 16 % der Eigentümer, die ein Haus zum Verkauf oder zur Miete anboten, an, es durch eine Erbschaft erhalten zu haben, eine Zahl, die in den letzten Jahren nahezu unverändert geblieben ist.

Allerdings sind sie im Verkauf deutlich häufiger anzutreffen als in der Vermietung. Konkret hatten 21 % derjenigen, die eine Immobilie verkauften, diese durch eine Erbschaft erworben, verglichen mit 12 % der Vermieter, die eine geerbte Immobilie vermieteten.

Auch die Gründe für Verkauf oder Vermietung sind unterschiedlich. Bei den Verkäufern stehen persönliche Bedürfnisse im Vordergrund, ebenso die Angst vor Zahlungsausfällen und Problemen mit den Mietern sowie das günstige Preisumfeld. Wer sich dagegen für die Miete entscheidet, strebt vor allem danach, sich ein stabiles Einkommen zu sichern und die Immobilie nicht leer stehen zu lassen.