Der deutsche Handel leidet, da die Exporte stagnieren und die Importe schwanken

Die deutschen Exporte gingen im November 2025 zurück, wodurch sich der Handelsüberschuss von 17,2 Milliarden Euro im Vormonat auf 13,1 Milliarden Euro verringerte. Der Rückgang war auf einen schwächeren Handel mit der EU und einen starken Rückgang der Lieferungen in die Vereinigten Staaten im Jahresvergleich zurückzuführen, während die Importe aus Nicht-EU-Ländern stiegen.

Der deutsche Exportmotor erlebte im November 2025 einen weiteren schwierigen Monat, wobei neue Daten einen monatlichen Rückgang der ausgehenden Lieferungen zeigten, obwohl die Importe weiter stiegen.

Die vom Statistischen Bundesamt (Destatis) veröffentlichten Zahlen deuten auf einen Rückgang des Handelsüberschusses hin, während Europas größte Volkswirtschaft ihre Auslandsnachfrage genau beobachtet.

„Im November 2025 gingen die deutschen Exporte kalender- und saisonbereinigt um 2,5 % gegenüber Oktober 2025 zurück, während die Importe um 0,8 % stiegen.“

In derselben Pressemitteilung wurde hinzugefügt, dass die Exporte im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,8 % zurückgingen und die Importe um 5,4 % stiegen.

Die saisonbereinigten Warenexporte beliefen sich im November 2025 auf 128,1 Milliarden Euro.

Die Importe beliefen sich auf 115,1 Milliarden Euro, wobei Destatis einen Handelsüberschuss von 13,1 Milliarden Euro auswies.

„Im Oktober 2025 betrug die kalender- und saisonbereinigte Handelsbilanz +17,2 Milliarden Euro. Im November 2024 waren es +20,0 Milliarden Euro.“

Mit anderen Worten: Der Überschuss ist nicht nur von Monat zu Monat, sondern auch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen.

Geringerer EU-Handel, aber mehr mit anderen

Die Handelsprobleme spiegeln sich auch im Verkehr innerhalb der Europäischen Union wider, wo Deutschland immer noch als größte Wirtschaftsmacht der Union gilt.

„Im Vergleich zum Oktober 2025 gingen die kalender- und saisonbereinigten Exporte in die EU-Länder um 4,2 % und die Importe aus diesen Ländern um 4,0 % zurück.“

Ein anderes Muster zeigte sich dagegen beim Handel mit Ländern außerhalb der EU: „Im Vergleich zum Oktober 2025 gingen die Exporte in Drittländer um 0,2 % zurück, während die Importe aus diesen Ländern um 6,3 % zunahmen.“

Kurz gesagt: Deutschland exportiert und importiert derzeit weniger in die EU und aus der EU als im Oktober, importiert aber mehr aus Drittländern.

Bei den einzelnen Partnern blieben die USA Deutschlands größter Exportmarkt, allerdings war die Entwicklung ebenfalls rückläufig: Die Exporte in die USA beliefen sich auf 10,8 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 4,2 % gegenüber dem Vormonat entspricht.

„Im Vergleich zu November 2024 gingen die Exporte in die Vereinigten Staaten kalender- und saisonal bereinigt um 22,9 % zurück.“ Die Exporte nach China stiegen im Monatsverlauf, während die Exporte nach Großbritannien zurückgingen.

Die Zahlen verdeutlichen die Anfälligkeit Deutschlands gegenüber veränderter Nachfrage und Preisdruck, wenn es versucht, sich aus der Wirtschaftsflaute zu befreien.