Dürre an der Save in Serbien bringt längst verschollenes Schiffswrack aus dem Zweiten Weltkrieg ans Licht In Serbien sind die Überreste eines jahrhundertealten Dampfschleppers aus der Save in der Nähe von Sremska Mitrovica aufgetaucht, nachdem anhaltende Hitze und Dürre den Wasserstand außergewöhnlich niedrig gehalten hatten. 20.08.2026

Die jüngsten Hitzewellen und schweren Dürren in ganz Europa haben zu einem starken Rückgang des Flusspegels geführt und lange verborgene Spuren der Vergangenheit des Kontinents an die Oberfläche gebracht.

Auf der Save, einem wichtigen rechten Nebenfluss der Donau in Serbien, wurde das Wrack der Slowenisch ist das jüngste historische Relikt, das auftaucht, da anhaltende Hitze und Dürre den Wasserspiegel außergewöhnlich niedrig machen. Der 112 Jahre alte Dampfschlepper, der 1913 in Budapest gebaut wurde, liegt heute so exponiert, dass Teile seines Rumpfes und seiner Innenausstattung über dem Wasser zu sehen sind. Anwohner sagen, sie hätten noch nie so viel von dem Schiff auf einmal gesehen.

Der 54 Meter lange, dampfbetriebene Schlepper wurde 1913 in Budapest gebaut, als die Stadt noch Teil der Österreichisch-Ungarischen Monarchie war Vagnach dem Fluss Waag in der heutigen Slowakei. Es transportierte schwere Fracht zwischen Budapest und anderen Städten entlang der Donau.

Nach dem Ersten Weltkrieg und dem Zusammenbruch Österreich-Ungarns wurde das Schiff Teil des neu gegründeten Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen und erhielt einen neuen Namen Slowenisch. Während des Zweiten Weltkriegs transportierte es Ausrüstung und verwundete Kämpfer, nachdem jugoslawische antifaschistische Kräfte Belgrad zurückerobert hatten. Im April 1945 stieß es mit verwundeten Kämpfern an Bord auf eine deutsche Mine und sank. Seitdem ist es am selben Standort geblieben.

Das Wrack bietet eine seltene, greifbare Verbindung zur Kriegsvergangenheit der Region und ist Teil eines umfassenderen Musters in ganz Europa, wo zurückweichende Gewässer untergetauchte Boote, militärische Ausrüstung und andere archäologische Überreste freigelegt haben. Da die Dürren immer schlimmer werden und die Flusspegel immer unregelmäßiger werden, könnten in den kommenden Jahren weitere dieser verborgenen Relikte zum Vorschein kommen.