Nach Angaben der italienischen Küstenwache sind bei Schiffbruch eines Flüchtlingsboots vor Malta mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen

Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration der Vereinten Nationen sind in diesem Jahr bisher mindestens 827 Menschen bei dem Versuch der tödlichen Überquerung des zentralen Mittelmeers gestorben.

Die italienische Küstenwache hat nach dem Schiffbruch eines Flüchtlingsboots vor Malta nach eigenen Angaben zehn Leichen geborgen.

„Das Schiff, das die libysche Küste verließ, war mit etwa 60 Menschen an Bord unterwegs“, heißt es in einer Erklärung am späten Sonntag.

„Letzten Informationen zufolge hat ein Fischereifahrzeug in der Gegend etwa 48 Menschen lebend geborgen“, hieß es.

Die Küstenwache sagte, Malta habe um Hilfe bei der Such- und Rettungsaktion gebeten, „nachdem ein Schiff mit Migranten an Bord und Menschen im Wasser gekentert war“.

Der Schiffbruch ereignete sich etwa 45 Seemeilen (83 Kilometer) ostsüdöstlich von Malta und die italienische Küstenwache beteiligte sich am Sonntagnachmittag an der Suche, hieß es.

Das italienische Patrouillenboot habe „bisher zehn Leichen geborgen“, hieß es und fügte hinzu, die Suche in der Gegend werde fortgesetzt.

Laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) der Vereinten Nationen sind in diesem Jahr bisher mindestens 827 Menschen bei dem Versuch der tödlichen Überquerung des zentralen Mittelmeers gestorben.

Die zentrale Mittelmeerroute ist die Überseeroute von Nordafrika nach Italien und Malta. Laut IOM starben im vergangenen Jahr über 1.330 Menschen auf dieser Route.