Die vorgeschlagene europäische Basketballliga soll über feste Plätze und ein jährliches Qualifikationssystem verfügen und soll im Oktober 2027 starten. Zu den Ländern, die als Austragungsort der Spiele in Betracht gezogen werden, gehören Großbritannien, Frankreich, Spanien und Italien.
Die NBA und die FIBA gaben am Montag bekannt, dass sie nächsten Monat mit europäischen Basketballteams und Clubbesitzern Kontakt aufnehmen werden, um das Interesse an einer Teilnahme an ihrem geplanten kontinentalen Wettbewerb abzuschätzen.
Die geplante Liga wird garantierte Plätze für bestimmte Teams und ein jährliches Qualifikationssystem über die Basketball Champions League der FIBA oder ein Nachsaison-Turnier beinhalten, sagten die Organisatoren.
Alle Vereine, die in von der FIBA genehmigten europäischen Ligen antreten, könnten sich qualifizieren.
FIBA-Generalsekretär Andreas Zagklis sagte, das Wettbewerbsformat würdige die europäischen Sporttraditionen, indem es jedem ambitionierten Verein auf dem Kontinent einen legitimen Weg zum höchsten Niveau biete.
Jeder sechste NBA-Spieler ist Europäer
Mehrere Aspekte des neuen Wettbewerbs müssen noch finalisiert werden, darunter das Startdatum – derzeit für Oktober 2027 geplant – und die Anzahl der teilnehmenden Vereine in der ersten Saison.
Ein derzeit geprüfter Vorschlag sieht ein Format mit 16 Teams mit 12 ständigen Mitgliedern und vier Qualifikationsplätzen vor.
Die Organisationen führen seit mehreren Jahren Gespräche über eine europäische Liga.
Viele der besten Spieler der NBA kommen derzeit vom Kontinent, darunter Nikola Jokić aus Denver, Giannis Antetokounmpo aus Milwaukee, Victor Wembanyama aus San Antonio, Luka Dončić von den Los Angeles Lakers und Lauri Markkanen aus Utah.
Etwa jeder sechste NBA-Spieler ist Europäer.
Nach den Olympischen Spielen 2024 in Paris schien sich die Planung zu beschleunigen. Silver und Zagklis saßen Anfang des Jahres auf einer Pressekonferenz in New York zusammen, um zu bestätigen, dass die NBA und die FIBA das Projekt vorantreiben. JPMorgan und die Raine Group kamen diesen Sommer als Finanzberater hinzu.
NBA-Kommissar Adam Silver sagte, Gespräche mit verschiedenen europäischen Interessenvertretern hätten ihre Überzeugung bestärkt, dass erhebliche Möglichkeiten für die Schaffung einer neuen kontinentalen Liga bestehen.
Für das NBA-FIBA-Projekt werden Städte in ganz Europa in Betracht gezogen, darunter London und Manchester, Paris und Lyon, Madrid und Barcelona, Rom und Mailand, München und Berlin, Athen und Istanbul.
Die NBA hat für Mitte Januar zwei Spiele der regulären Saison in Europa angesetzt, wobei die Memphis Grizzlies und Orlando Magic in Berlin und London spielen werden.