Nvidia meldete stärker als erwartete Quartalsgewinne und zerstreute damit die Befürchtungen, dass die KI-gesteuerten Aktienkurse zu stark in die Höhe geschossen sein könnten.
Die Aktien von Nvidia stiegen im nachbörslichen Handel um mehr als 5 %, nachdem der Chiphersteller in seinem am Mittwoch veröffentlichten vierteljährlichen Gewinnbericht die Erwartungen der Analysten übertroffen hatte.
In den drei Monaten bis Ende Oktober stieg der Umsatz laut Nvidia um 62 % auf 57 Milliarden US-Dollar (49,49 Milliarden Euro). Das Unternehmen meldete einen Umsatz von 51,2 Milliarden US-Dollar (44,43 Milliarden Euro) aus dem Verkauf von Rechenzentren und übertraf damit die Erwartungen von 49 Milliarden US-Dollar (42,52 Milliarden Euro).
Das Unternehmen gab außerdem eine Prognose für das laufende Quartal auf 65 Milliarden US-Dollar (56,41 Milliarden Euro) ab und übertraf damit die Erwartungen der Wall Street von 61 Milliarden US-Dollar (52,94 Milliarden Euro).
„Es wurde viel über eine KI-Blase gesprochen“, sagte CEO Jensen Huang während einer Telefonkonferenz zu den Ergebnissen.
„Aus unserer Sicht sehen wir etwas ganz anderes. Zur Erinnerung: Nvidia ist anders als alle anderen Beschleuniger. Wir zeichnen uns in jeder Phase der KI aus, vom Pre-Training über das Post-Training bis hin zur Inferenz.“
Nvidia ist mittlerweile die größte Aktie an der Wall Street und hat kurzzeitig einen Wert von über 5 Billionen US-Dollar überschritten. Das bedeutet, dass es einen übergroßen Einfluss auf den S&P 500 hat und über die tägliche Performance des Marktes entscheiden kann.
Das Unternehmen ist auch zu einem Vorreiter für den breiteren Hype um KI geworden, insbesondere weil andere Unternehmen bei dieser Technologie auf Nvidia-Chips setzen.
KI-Aktien haben in den letzten Wochen einen Rückschlag erlitten, da Anleger die Frage stellten, ob bestimmte Technologieunternehmen überbewertet seien, was die Angst vor einem Marktcrash schürte.
Vor dem Ergebnisbericht vom Mittwoch waren die Chips von Nvidia gegenüber ihrem Höchststand Anfang November um 11 % gefallen.
CEO Huang versuchte am Mittwoch, die Bedenken hinsichtlich einer Blase zu zerstreuen, indem er behauptete: „KI kommt überall hin und erledigt alles auf einmal.“ Er stellte fest, dass sich Nvidia auf wichtige Übergangsbereiche konzentrierte, nämlich generative, agentische und physische KI.
Generative KI kann Dinge erschaffen, Agenten können ein bestimmtes Ziel mit begrenzter Aufsicht erreichen, während physische KI sich auf die physische Welt bezieht – zum Beispiel durch Roboter.